Landschaftsbild 5

1) Kopfbild Mitte, Innichen, Karnische Alpen

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Pustertal
Gemeinde Innichen
Höhe Zentrum 1175 m.ü.M.
Einwohner 3.289 (12/2013)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 85,05%
Italienisch 14,64%
Ladinisch 0,30%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.innichen.bz.it

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Dolomiti Superski - Verbund von Skigebieten

Informationen zu den einzelnen Skigebieten unter

Skifahren Südtirol

und

Skigebiet Hochpustertal

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Impressionen

1) Panorama mit Blick auf die Karnischen Alpen
2) Beinhaus, Foto: HaTe, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Franziskanerkloster, Foto: High Contrast, Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE
2) Franziskanerkloster Innenansicht, Foto: Luca Mazzio, Lizenz: CC BY-SA 2.5
2) Winnebach, St. Nikolaus, Foto: Luca Lorenzi, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) St. Michael Innenansicht, Foto: Luca Mazzio, Lizenz: CC BY-SA 2.5
2) Villa Wachtler, Quelle: Residence Wachtler, Innichen
2) Sessellift zum Haunold, Foto: Frans Bosch, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Innichen im Hochpustertal

4) Wappen Innichen, Quelle: www.comuniweb.it, Lizenz: Gemeinfrei

Innichen, italienisch San Candido, liegt ca. 9 Km vor der Grenze nach Osttirol in Österreich.

Zu Innichen gehören die beiden Fraktionen Vierschach und Winnebach.

Der Ort wird von der Drau durchflossen, die bei der Wasserscheide am Toblacher Feld entspringt.

Sehenswert ist die Stiftskirche, deren dreischiffige Anlage der bedeutendste romanische Sakralbau im Ostalpenraum ist.

Innichen, eine Stadt mit Geschichte bis zu den Kelten

1) Der St. Michaelsplatz mit der Pfarrkirche
1) Der St. Michaelsplatz mit der Pfarrkirche

Das Gebiet um Innichen ist seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. besiedelt.

Zu dieser Zeit ließen sich hier keltische Stämme nieder. Sie betrieben neben der Viehzucht auch Ackerbau und gründeten eine kleine befestigte Ortschaft. Der Name Innichen stammt aus keltischem Substrat (Gebiet des Indius)

Wie auch in anderen Teilen des Landes kamen 15 v. Chr. die Römer und eroberten die Provinzen Rätien und Noricum. Dazu gehört auch die Gegend von Innichen.

Die von den Römern errichtete Strasse, die durch Innichen führte, erhielt den Namen Via Iulia Augusta und verband Aquileia mit Augsburg (Augusta Vindelicorum).

Zum Schutz der Strasse gründeten die Römer mit größter Wahrscheinlichkeit hier die Militärstation 'Littamum'.

Slaven und Bajuwaren kämpfen um das Hochpustertal

2) Pfarrkirche St. Michael, Foto: Wolfgang Sauber, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Am Ende des 6. Jahrhunderte n. Chr. lieferten sich im Hochpustertal die aus dem Osten vorrückenden Slawen mit den aus dem Norden vorrückenden Bajuwaren erbitterte Kämpfe.

Die damals bestehende Ortschaft Littamum wurde zerstört.

Es ist nicht geklärt, ob dies durch kriegerische Ereignisse, durch eine Überschwemmung oder durch einen Großbrand erfolgte.

769 schenkte der Bayernherzog Tassilo III. dem Abt Atto von Scharnitz einen Landstrich zwischen dem heutigen Welsberg im Westen und dem heutigen Abfaltersbach im Osten.

Die Schenkung war mit der Auflage verbunden, im "campus gelau" (eisiges Land) ein Benediktinerkloster zur Missionierung zu gründen.

Daraus entstand das heutige Innichen. Innichen ist somit das älteste Stift und eine der ältesten Bajuwarischen Siedlungen Tirols.

Die Grafen von Görz eignen sich das Gebiet an

2) Das Stift und die Absis, Foto: JJ55, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im Jahre 783 wurde der Abt Atto von Scharnitz Bischof von Freising.

Seitdem gehörte Innichen mit einer kurzen Unterbrechung bis zur Säkularisation im Jahre 1803 zum Hochstift Freising und bis 1919 zur gefürsteten Grafschaft Tirol.

Um 1140 wurde das Benediktinerstift in ein weltliches Kollegiatstift umgewandelt. An die Stelle der Benediktinermönche traten nur 'weltliche' Geistliche, die Kanoniker.

Seit dem Hochmittelalter eigneten sich die zum Schutz der Herrschaft von Freising bestimmten Vögte fast alle Ländereien an.

Die Vögte, das waren die Grafen von Görz, später Grafen von Tirol. Durch diesen Schachzug blieb den Bischöfen von Freising am Ende, das war im Jahr 1803, nur mehr ein Teil von Innichen übrig.

Michael Wachtler, der Philosoph der Natur und die Villa Wachtler

Die denkmalgeschützte Villa Wachtler, erbaut im Jahr 1911, gehört zu den eindrucksvollsten Bauten, die in dieser Region im alpenländischen Jugendstil während der Belle Epoque entstanden ist.

Sie steht heute als Residence mit besonderem Flair für Urlauber zur Verfügung. 

Innichen, ein Ort für einzigartige Ausflüge, Radfahrten und Wanderungen

2) Der Sextenbach, Foto: Luca83, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Innichen ist ein beliebter Urlaubsort im Südtiroler Hochpustertal. Bei Familien besonders beliebt ist hier der grenzüberschreitende Radweg von Innichen nach Lienz im benachbarten Österreich.

Im Sommer sind Wandern und Klettern, sowie Radfahren und Moutainbiken beliebte Sportarten.

Innichen ist ein idealer Ausgangsort für Ausflüge in die naheliegenden Naturparks nördlich und südlich des Tals. Ein besonderes Erlebnis ist das Sextental mit seiner berühmten Sextener Sonnenuhr, das sind 3 atemberaubende Bergmassive mit den Namen Elfer- Zwolfer- und Einserkofel, die in einem Bogen, ähnlich einer Sonnenuhr, angeordnet sind.

Der Bergrücken des Haunold verfügt über eine Sommerrodelbahn mit der Bezeichnung ?Fun-Bob-Bahn?. Ein technisch besonderer Sessellift führt die automatisch in der Talstation verladenen Rodelschlitten in einer Spezialvorrichtung auf die Bergstation und entlädt sie selbständig in einen Sammeltunnel, um sie erneut dem Kreislauf der Fahrt entlang einer Führungsschiene bereitzustellen.

Der Helm, italienisch Monte Elmo, ist ein beliebtes Ausflugsziel und ein leicht zu besteigender Berg, der eine herrliche Aussicht über die Sextener Dolomiten bietet. Er ist sowohl von Sexten, als auch von Obervierschach aus mit Seilbahnen erreichbar. Der Helm ist auch Ausgangspunkt für den Karnischen Höhenweg Nr. 03 der in mehreren Varianten bis nach Nassfeld führt.

Das Hallenschwimmbad von Innichen wird gerne benutzt, insbesondere wenn das Wetter nicht zum Wandern geeignet ist. 

Solomiti Superski, ein traumhafter Verbund von Skigebieten

2) Skigebiet Kronplatz, Foto: Luca Lorenzi, Foto: Adrian Michael, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Vor der Haustür von Innichen liegen die Skigebiete am Haunold und Berg Helm. Das Gebiet am Haunold verfügt auch über eine Rodelbahn.

Innichen ist an das Loipennetz des Hochpustertales angeschlossen, das über 200 bestens präparierte Loipen umfasst und als Eldorado für alle Langlaufbegeisterten gilt.

Mit dem Dolomiti Superski Pass hat man einen Verbund der Skigebiete in den Dolomiten geschaffen.

Er umfasst insgesamt 12 Skigebiete, 450 Aufstiegsanlagen und über 1.200 Pistenkilometer, die mit einem einzigen Skipass genutzt werden können. Die Pisten sind aufgrund der Höhe zwischen 1.500 und 3.269m schneesicher. 90 Prozent der Pisten können außerdem künstlich beschneit werden.

Skigebiet Haunold

2) Talstation zum Haunold, Foto: Frans Bosch, , Foto: Luca Lorenzi, , Foto: Adrian Michael, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Skigebiet am 2966 m hohen Haunold liegt zwischen dem Höhlensteintal und dem Sextental. Der untere Teil des Bergrückens ist ein für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene geeignetes Skigebiet und bietet qualifizierte Rennstrecken für Abfahrtski und Bob an.

Das Skigebiet am 2434 m hohen Berg Helm ist von der Fraktion Vierschacht, Obervierschach zu erreichen. Es hat zahlreiche Liftanlagen und Pisten mit leichten bis mittelschweren Abfahrten.

Innichen bietet auch die Möglichkeit zum Eislaufen und die schöne Landschaft ist im Winter ideal für Ausflüge mit den Schneeschuhen oder für Skitouren.