Landschaftsbild 1

1) Kopfbild Mitte, Bozen, Blick ins Eisacktal mit Rosengarten

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Eisacktal
Gemeinde Villnöß
Höhe Zentrum 1.132 m.ü.M.
Einwohner 2.607 (12/2013)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 97,69%
Italienisch 1,99%
Ladinisch 0,32%

Offizielle Website / Quellen

www.villnoess.com

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

2) St. Jakob Kirche, Foto: Paul Runggatscher, Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE
2) St. Jakob Gutshof Pütz, Foto: Paul Runggatscher, Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE
2) St. Magdalena Herbst, Foto: Christoph Federer, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Villnößtal und Villnöß

2) Wappen Villnöss, Quelle: www.comuniweb.it, Lizenz: Gemeinfrei

Das Villnößtal und die Gemeinde Villnöß, die alle im Tal liegenden Ortschaften einschließt, sind ein Naturschauspiel besonderer Art.

Dieser alpine Landschaftsteil ist nur wenige Kilometer von Klausen entfernt und sollte unbedingt als einer der Zielpunkte in das Reiseprogramm aufgenommen werden.

Villnöß gehört zu den Alpine Pearls, die sich durch nachhaltigen Tourismus und umweltfreundliche Mobilität auszeichnen. Auch im Klimabündnis Südtirol ist die Gemeinde Villnöß Mitglied.

Villnöß und der Naturpark Puez-Geisler

2) Villnöß und die Geisler-Spitzen, Foto: Christoph Federer, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Villnösser Tal erstreckt sich in Ost-West-Richtung vom Ruefen und der Geislergruppe bis zu seiner Mündung ins Eisacktal nördlich von Klausen und wird vom Villnößer Bach entwässert.

Das Tal ist ca. 24 km lang und weist einen maximalen Höhenunterschied von 2490 m auf. Diese Ausrichtung des Tales und seine spezielle geologische Struktur, die durch die Überlagerung geologisch jüngerer Gesteinsformationen durch den älteren Quarzphylit gekennzeichnet ist, prägen Landschaftsbild und Siedlungsweise.

Die Gemeinde Villnöß mit dem Hauptort St. Peter besteht aus sechs Ortsteilen und verschiedenen Weilern: Teis, St. Valentin, St. Peter, St. Jakob, Coll und St. Magdalena.

Der 1977 eingerichtete Naturpark Puez-Geisler wurde 1999 erweitert und umfasst nunmehr eine Fläche von rund 10.200 ha. Am 26. Juni 2009 nahm die UNESCO die Kalkberge der Dolomiten mit den Geislerspitzen in die Liste der 199 schönsten Landschaften der Welt auf. Der Naturpark erstreckt sich auf der nordöstlichen Seite über das Würzjoch bis in das Gadertal und auf der südlichen Seite über das Grödner Joch bis in das Grödnertal.

Villnöß, die Heimat des Extrembergsteigers Reinhold Messner

2) St. Jakob und die Geisler-Gruppe, Foto: Paul Runggatscher, Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE

Zu einer der schönsten Gebirgsgruppen zählt hier die Geislergruppe mit ihren bis zu 3.000 Meter hohen Gipfeln, dem Sass Rigais und der Furchetta sowie die Peitlerkofel Gruppe mit dem Peitlerkofel.

Eine Besonderheit ist die hochplateauartige Puetzgruppe mit dem Sassongher und der Stelvia mit dem Col de la Pieres (2759 m). Im Westen gehört noch die Raschötzeralm zum Naturschutzgebiet, ist jedoch davon durch eine schmale Gebietszone, der Broglesalm, Panascharte und Seceda getrennt.

Einige wunderbare Seen im Gebiet sind der Lech de Crespëina, der Lech Sant der Lech da Iman und der Lech da Rijeda. Die Namen zeigen vielfach die ladinische Herkunft.

Durch das Tal fließt der etwa 19,5 Km lange Villnößer Bach, der sein Wasser auch durch den Zenobach und dem Flitzerbach erhält.

2) St. Peter, Foto: Wietek, Lizenz: CC BY-SA 3.0

St. Peter liegt auf einer Höhe von 1150 m ü. M etwa in der Mitte des Villnößtales und ist Ausgangspunkt zahlreicher Wanderwege. Über gut markierte Wanderwege ist auch ein Überstieg in das Grödnertal möglich.

St. Jakob ist eine Streusiedlung mit etwa 70 Einwohnern und liegt auf einer Höhe von 1.256 m ü. M. Seit alten Zeiten bestehen Übergänge zum benachbarten Gadertal und in das Eisacktal. St. Jakob ist von St. Peter aus in einer halben Stunde zu Fuß erreichbar.

Die Besiedlung der Gegend reicht zurück bis in das 12. Jahrhundert. Schon damals wurden die Höfe Pramstrahler, Unterweg, Drocker, Zinner, Gutshof zu Puez und Rafreid erwähnt, die es noch heute gibt.

Den Mittelpunkt der Siedlung bildet die ursprünglich um 1349 im romanischen Stil erbaute und im 15. Jahrhundert gotisierte St.-Jakobs-Kirche, deren Langhausmauern aus dem 12. Jahrhundert stammen sollen. Den wertvollen Flügelaltar schufen 1517 Ruprecht Potsch und Philipp Diemer. Der Altar ist eine Rarität, da er Elemente aus zwei künstlerischen Stilrichtungen aufzuweisen hat: die Bildhauerarbeiten im Stil der späten Gotik weisen in ihrer Bemalung bereits Elemente der Renaissance auf.