Landschaftsbild 1

1) Kopfbild Mitte, Bozen, Blick ins Eisacktal mit Rosengarten

Übersicht zur Fraktion

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Eisacktal
Gemeinde Mühlbach
Fraktion Meransen
Höhe Zentrum 1.414 m.ü.M.
Einwohner 850 (01/2016)
Sprachgruppen Siehe Mühlbach

Feriengebiet Meransen

Informationen zum Feriengebiet erhalten Sie unter

www.Gitschberg.com

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Quellennachweis

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Impressionen

2) Blick vom Gitschberg hinunter nach Pfunders im Pfunderer Tal, Foto: Hegedex, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Gitschbergbahn, Foto: H. G. Graser, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Fraktion Meransen

2) Meransen und der Gitschberg, Foto: Marc28, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Meransen, eine Fraktion der Gemeinde Mühlbach, liegt auf einer sonnigen Südterrasse oberhalb des alten Marktortes und der Mühlbacher Klause, auf 1414 Metern Seehöhe.

Meransen ist ein Streudorf mit einer weit zurückreichender Geschichte.

Es hat sich von der Almwirtschaft zu einem attraktiven Ferienort entwickelt und ist insbesondere wegen seines schönen Skigebietes bekannt ist.

Auf dem nahen Hausberg, dem 2510 Meter hohen Gitschberg, der zu den südlichen Zillertaler Alpen gehört, befindet sich das sehr schön gelegene Skigebiet.

Von Mühlberg nach Meransen gibt es die Meransner Bahn, eine Kabinenbahn mit 2 Gondeln, die alle 10 Minuten fährt und ganzjährig in Betrieb ist.

Das Wintersportgebiet mit einem traumhaften Panorama

2) Das Skigebiet Gitschberg, Meransen Foto: Marc28, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Wintersportgebiet ist durch zwei Luftseilbahnen, zwei 4er-Sesselbahnen und vier Skilifte erschlossen. Die Gitschberg Kabinenbahn teilt sich in die untere Bergbahn und die obere Nesselbahn. Sie hat eine Gesamtlänge von 3428 m und überwindet eine Höhendifferenz von 707 m.

An der Mittelstation kann aus- und zugestiegen werden. Sie kann 2400 Personen pro Stunde mit einer Geschwindigkeit von 6 m/s befördern und verläuft nach dem Umlaufprinzip.

Nach der Benutzung der 4er-Sesselbahnen Breiteben und Gitschberg mit Längen von 771 und 819 m, sowie Höhendifferenzen von 167 und 295 m, kommt man knapp unter dem Gipfelkreuz an und findet dort auch eine gute Panoramaerklärung.

Der Blick vom Gitschberg ist überwältigend. Die 360-Grad Sicht geht vom Eisacktal zu den Zillertaler und Sarntaler Alpen, über die Stadt Brixen und das Pustertal bis zur Seiser Alm und dem Schlern.

Mit einer Pistenlänge von ca. 22 Kilometern kann sich Meransen also sehen lassen und ist natürlich auch im Sommer ein Wanderparadies mit zahlreichen Wanderwegen.

Eine Geschichte, die bis zum vorchristlichen Jahrtausend reicht

Die Spuren der ersten Besiedlung des Berges am Burgstall hinter dem Gasslerhof führen zurück in das erste vorchristliche Jahrtausend. Zeugen alter Zeiten sind die alte Kuchl (Dialekt für Küche) am alten Fußweg nach Meransen und eine Felsnische, in der Scherben aus vorchristlicher Zeit gefunden wurden. Interessant ist auch  der mit Granitplatten ausgelegte Steig (Weg) von Mühlbach zum Dorf, der seit Menschengedenken auch Katzenleiter genannt wird, was auf befestigte Wege und Plätze hinweist.

Der Platz, italienisch castelliere, ist eines dieser Denkmäler und lag etwa auf halbem Weg. Durch den Straßenbau ist der Platz nicht mehr am ursprünglichen Ort. Die Gedenkstätte, auch Jungfrauenrast genannt, ist eine Gedenkstätte für die Stelle, an der die heiligen Drei Jungfrauen Aubet, Cubet und Quere der Legende nach Rast gemacht haben sollen.

Meransen liegt am Ast eines uralten Fernweges, der von Kärnten durch das Pustertal nach Schwaben und Frankreich geführt haben soll, was auch das Patrozinium der Kirche zum Hl. Jakobus belegt. Dazu gehören auch die alten Höhenwege nach Vals und Pfunders. Weitere frühe Spuren finden sich im Altfaßtal, das vom Valser Tal bei Vals rechts abzweigt.

Sehenswertes und eine besondere Kirchengeschichte

Meransen gehörte über Jahrhunderte zur Urpfarre, später zum Dekanat Rodeneck in der Diözese Bozen-Brixen und seit 1419 wird es als Gemeinde bezeichnet. Seit 1542 gibt es einen eigenen Seelsorger, 1577 wird die Gemeinde zur Kuratie und 1891 zur Pfarrei erhoben.

Leider fehlen in Meransen archäologische Zeugnisse der Kirchengeschichte vor dem Jahr 1000. Sehenswert ist die um 1770 barockisierte Kirche, die teilweise auf den Grundmauern einer früheren, 1472 geweihten gotischen Kirche steht, die wiederum die Stelle einer romanischen Kapelle eingenommen hat. Die Überreste sind im Rahmen einer archäologischen Grabung im Rahmen der Kirchenrestaurierung 1993 freigelegt worden.

Es zeigte sich, dass der Platz seit alten Zeiten als Kultplatz gedient haben muss, da alle drei Kirchen einen ?heiligen Fels? sowie eine ?Reliquienstätte? umschließen. Der Historiker Gruber schließt deshalb auf die Verkörperung einer keltischen, im Rheinland verehrten Mütterdreiheit durch die Drei Jungfrauen von Meransen. Er hält auch Anklänge an die Nornen, Urd, Werdandi und Skuld  (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) für möglich.

Eine erste, für die romanische Zeit ungewöhnlich große Kapelle in Meransen, wird 1252 erwähnt; an dieselbe Stelle wurde eine gotische Kirche gebaut, teilweise auf den romanischen Grundmauern stehend, und 1472 geweiht. 1520 wurde ein neuer Flügelaltar gestiftet, von dem die heute noch am südlichen Seitenaltar ? der Verehrungsstätte der ?Heiligen Drei Jungfrauen? ? stehenden spätgotischen Figuren der drei Frauen stammen. Die Madonnenstatue am Hauptaltar hingegen stammt von einem weiteren Schreinaltar aus der Zeit um 1500.

Am 28. März 1775 verpflichtet sich der Kaufmannbauer Urban Oberhofer, eine neue Kirche um 3000 Gulden ?unter Dach zu bringen und zu verweißeln?. Der Richter und Pfleger von Rodeneck, Ignaz Jakob von Preu, erstellt am 9. April 1775 ein Gutachten, wonach er den Bau mit 2000 Gulden fördern will. Fürstbischof Joseph von Spaur weiht am 2. Juni 1780 die neue, nach einem Entwurf von Joseph Abenthung aus Götzens errichtete Spätbarock-Kirche. Die von Johann Mitterwurzer aus Mühlbach ausgemalte Kirche ist vor allem wegen ihres Hochaltars ein prächtiges Beispiel des tirolischen Rokokos. Einen Höhepunkt der Wallfahrt zu den ?Heiligen Drei Jungfrauen? erlebte Meransen im 16. und 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit gab es Berichte über gewirkte Wunder, wovon ein kleiner Schrank mit Votivgaben neben dem ?Jungfrauenaltar? zeugt. Bei zwei kirchlichen Nachprüfungen, 1775 und 1980, wurden die Reliquien der Drei ?Heiligen? bestätigt, die wahrscheinlich aus dem frühen Mittelalter stammen.