Landschaftsbild 1

1) Kopfbild Mitte, Passeiertal, Südblick von St. Leonhard

Details zum Tal

Länge des Tals: ca. 50 Km

Hauptfluß: Passer

Ortschaften:

  • Saltaus
  • St. Martin in Passeier
  • St. Leonhard in Paseier

Pässe / Übergänge:

  • Jaufenpass - Jaufental
  • Timmelsjoch - Ötztal

Strassenzustand:

Informationen unter

Automobil Club Österreich

oder

Automobile Club d'Italia

sowie

ADAC Deutschland

zu erhalten.

Quellennachweis

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Impressionen

2) im Passeiertal noch zu finden: Wegkreuz in St. Leonhard (Marterl), Foto: Noclador, Lizenz: CC BY-SA 3.0
1) Blick vom Jaufenpass nach Norden
2) Timmelsjoch Spitzkehren Südseite, Foto: Arne Hückelheim, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Kalmtal im Frühjahr, Foto: Reinhard Kraasch, Lizenz: CC BY-SA 3.0
1) Blick zum Jaufen
2) Andreas Hofer, Lizenz: Gemeinfrei

Passeiertal - Verbindung zum Timmelsjoch und Jaufenpass

Das Passeiertal, naturbelassen und ideal für Wanderungen

1) Passeiertal, Südblick mit St. Leonhard und der Laugenspitze.

Das Passeiertal liegt zwischen den Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe an der Westseite und den Sarntaler Alpen mit dem Hirzer an der Ostseite.

Es zieht sich von Meran knapp 50 km in Richtung Norden bis zum Timmelsjoch, das die Staatsgrenze zum Österreichischen Bundesland Tirol bildet und Übergang ins Ötztal ist.

In St. Leonhard teilt sich die Strasse zum Timmelsjoch und zum Jaufenpass. Auf der Strasse zum Jaufenpass sind mehrere Halteplätze angelegt, von denen sich ein traumhaftes Panorama öffnet. Einzigartig ist der Blick zur ca. 36 Km (Luftlinie) entfernten Laugenspitze (2433 m), die rechts vom Gampenpass aufragt.  

1) Saltaus, Saltauserhof

Das Passeiertal beginnt nordöstlich von Meran auf einer Höhe von ca. 500 m und steigt bis St. Leonhard auf 700 m an.

Im vorderen Teil des Tales (Vorderpasseier) findet sich noch mediterrane Vegetation mit Wein und Obstanbau. Danach beginnt der als Hinterpasseier benannte Teil des Tales und führt durch eine alpine und naturbelassene Bergwelt.

Imposante Wasserfälle stürzen von den Berghängen; die kleinen Dörfer, die von der Almwirtschaft und vom Fremdenverkehr leben, liegen größtenteils hoch über dem Talboden.

Die Strasse zum Timmelsjoch (2474 m) überwindet auf knapp 30 km eine Höhe von fast 1800 m. Die Vegetation wird zusehends hochalpin und ist im Sommer für ihre ausgedehnten Alpenrosenfelder bekannt.

Die Passer, ein Eldorado für Kanu und Rafting

1) Die Passer bei Saltaus

Die Passer  entspringt am Timmelsjoch und ist mit 42,6 km Länge einer der größten Zuflüsse der Etsch, mit der sie sich in Meran verbindet.

Die Passer durchfließt das Passeiertal; ihre wichtigsten Zuflüsse sind der Pfelderer Bach, der Waltenbach und der Kalmbach der aus dem gleichnamigen Tal kommt.

Die Passer ist ein beliebtes Ausflugsziel für touristische Aktivitäten wie Kanufahrten und Rafting.

Wegen seiner Nord-Süd-Lage war das Passeiertal ein historischer Fernhandelsweg. Saumpfade verbanden es über der Timmelsjoch mit dem Ötztal und dem oberen Inntal einerseits sowie über den Jaufenpass mit Sterzing, dem Brenner und Innsbruck andererseits.

St. Leonhard, ehemals strategischer Umschlagplatz für Waren

1) Das Zentrum von St. Leonhard

Die Gabelung der beiden Passrouten zum Jaufenpass und zum Timmelsjoch in St. Leonhard war strategisch bedeutsam und so entwickelte sich der Ort zum bedeutsamsten Handelszentrum im Passeiertal.

In St. Leonhard wurden die Pferde gewechselt und die Waren umgeschlagen. Darauf zurückführbar ist möglicherweise der in St. Leonhard häufigste Familienname, Haller, welcher wiederum auf die Säumer (Salzfrächter, auch Haller genannt) zurückgeht. Sie transportierten Salz aus Nordtirol nach Meran und weiter in den Süden sowie Wein aus Süd- und Welschtirol nach Sterzing, Innsbruck, Hall in Tirol und weiter.

St. Leonhard, Geburtsort von Andreas Hofer

1) Der Sandwirt, Geburtsort von Andreas Hofer

Bekannteste historische Persönlichkeit aus dem Passeiertal ist Andreas Hofer, der gescheiterte Tiroler Volksheld aus St. Leonhard (1810 im Mantua hingerichtet).

Sein Geburtshaus, der Sandwirt, ist heute eine zentrale Touristenattraktion mit Dokumentationszentrum, Museum, zwei Gedenkkapellen und Gaststätte. Sehen Sie dazu auch unter der Rubrik Kultur.

Hauptwirtschaftszweig des Vorderpasseier ist der Tourismus. Traditionelle Hotels und Gasthöfe richten sich vor allem an Familienurlauber und Wanderer. Die historischen Waalwege im unteren Talabschnitt sind umfunktioniert zu beliebten Panorama-Wanderwegen. Einer der schönsten Waalwege beginnt in Saltus und führt bis nach Meran-Obermais. Alpine Wandergebiete sind vor allem das Gebiet um den Hirzer, das auch ein Zentrum fürs Gleitschirmfliegen ist, sowie der Naturpark Texelgruppe.

In St. Martin entstand im Zusammenhang mit einem 18-Loch-Golfplatz der neue Ortsteil Quellenhof (it. Sorgente), ein fast ganzjährig nutzbares Sport- und Wellness-Resort der gehobenen Kategorie.

Das Hinterpasseier besitzt für die kurze Sommersaison nur eingeschränkte touristische Einrichtungen. Allein das Pfelderer Tal, ein bei Moos abzweigendes Seitental der Passer, kennt auch im Winter eine Skisaison.