Landschaftsbild

1) Kopfbild Mitte: Meran, Etschtal und Mendelnase

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Burggrafenamt
Gemeinde Lana
Höhe Zentrum 254 m.ü.M.
Einwohner 11.929 (12/2015)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 91,84%
Italienisch 7,90%
Ladinisch 0,26%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde-lana.bz.it

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

1) Stadtmitte
1) Metzgergasse
1) Am Gries
2) Altar von Schnatterpeck, Foto: Beckstet, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Lana, am Eingang zum Ultental

2) Wappen Lana, Lizenz: Gemeinfrei

Die Marktgemeinde Lana a. d. Etsch ist die siebtgrößte Gemeinde der Provinz Südtirol.

Lana liegt im südlichen Winkel des Meraner Talkessels am Rand der Etschtalebene.

Im Mittelgebirge, das über die Strasse zum Gampenpass erreicht wird, liegt die Fraktion Völlan (700 m ü. d. M).

Am Südhang des Vigiljoches liegt die Bergfraktion Pawigl (1.200 m ü. d. M.). Die Gemeinde wird unterteilt in Ober-, Mitter- und Niederlana. 

Lana hat eine interessante Geschichte

1) Lana, Ansicht von der Gampenstrasse

Die ersten urgeschichtlichen Siedlungen finden sich auf den Hügelkuppen Kobaltbühel, Silackerbühel, Burghügel Braunsberg, Brandis und Leonburg.

Im 9. Jahrhundert werden die beiden Kirchen St. Georg und St. Margarethen errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung von Lana (Lenon) erfolgt im Jahr 990.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts werden die Burgen Brandis, Lanaburg (Leonburg), Braunsberg, Mayenburg und Werrenberg errichtet.

Lana und seine Sehenswürdigkeiten

1) Kirche zum Hl. Johann Nepomuk

Ab 1396 wird die Pfarre Lana vom Deutschen Orden betreut, dessen Wappen noch heute im Gemeindewappen von Lana enthalten ist.

Im Jahr 1850 werden die bisher selbständigen Orte Vill, Oberlana und Niederlana zur Großgemeinde Lana zusammengeschlossen.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt u. a. die Kirche zum Hl. Johann Nepomuk an der Brücke über die Falschauer und die Pfarrkirche zu Mariä Himmelfahrt in Niederlana.

2) Kapuzinerkirche, Foto: Böhringer Friedrich, Lizenz: CC BY 2.0 US

Besonderes Prunkstück der spätgotischen Pfarrkirche in Niederlana ist der zweiteilige Flügelaltar, des vermutlich aus Füssen stammenden Malers und Bildhauers Hans Schnatterpeck.

Der Altar, der im Jahr 1503 von den Meraner Kirchenpröpsten in Auftrag gegeben wurde, ist mit einer Höhe von 14,5 m der größte Tirols und einer der größten ganz Europas.

Anlässlich der Feier zum 500-jährigen Bestehen des Hans-Schnatterpeck-Altars (1508-2008) wurden zwei Sonderbriefmarken von diesem gotischen Altar herausgegeben.

Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen

2) Leonburg, Foto: Dietrich Krieger, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Lana ist Ferienort und Ausgangspunkt für viele Ausflüge und Wanderungen.

Dazu zählen die genannten Burgen, die durch Gaulschlucht führende Gaulpromenade mit ihren Hängebrücken und der Brandis Waalweg.

Der alte Brandis Waal, aus Gründen der Wartung in Rohre verlegt, bezog sein Wasser in der Gaulschlucht von der Falschauer. Dazu gab es das noch heute bestehende Wasserwehr, das sich am Ende der Gaulpromenade befindet.

Brandis Waal, Falschauer, Gaulpromenade und Gaulschlucht

1) Falschauer und Gaulschlucht

Der erste Teil des Brandis Waal, von dem noch Reste zu sehen sind, führte ursprünglich entlang der Felsen durch die Gaulschlucht bis zur Gampenstrasse.

Die Fortsetzung des Brandis Waales ist gut erhalten und beginnt an der Gampenstrasse, etwas oberhalb von Lana.

Der Spaziegang auf dem Waalweg, dessen Wasser heute in Rohren läuft, ist wegen der schönen Aussicht lohnend. Der Weg führt bis zur Burg Brandis und endet am Brandis Wasserfall. 

Lohnende Tagesausflüge sind das Vigiljoch, auf das eine Seilbahn führt, das Ultental, das Mittelgebirge mit Völlan und dem Kastanienerlebnisweg sowie der Marlinger Waal, der am Ende des Vinschgau in Töll beginnt und in Lana endet.

Darüber hinaus sind Tagesausflüge zum Gampenpass und in das Nonstal sowie zum Mendelpass mit seinem herrlichen Panorama und Blick zum Rosengarten von Lana aus möglich.