Landschaftsbild 10

2) Kopfbild Mitte: Seespitze, Foto: Michael Kranewitter, Vienna, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Übersicht zur Gemeinde

Bundesland Tirol
Politischer Bezirk Lienz
Gemeinde St. Jakob in Defereggen
Höhe 1.389 m.ü.M.
Einwohner 866 (01/2016)

Offizielle Website / Quellen

www.stjakob.at

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

2) Die Seespitze bei St. Jakob Foto: Michael Kranewitter, Vienna, Lizenz: CC BY-SA 3.0 AT
2) Die Jagdhausalm, Foto: Roman Klementschitz, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Bild oben zeigt die Jagdhausalm, die eine Besonderheit darstellt.

Es ist eine kleine Almsiedlung am Eingang des Arventals, die aus 15 Steinhäusern und einer Kapelle besteht. Die Form der Häuser hat dazu geführt, dass man diese Ansiedlung als "Klein-Tibet" bezeichnet.

Trotz der außergewöhnlichen Höhenlage in 2009 Metern, bestanden hier schon im 13. Jh. Schwaighöfe, eine besondere Hofform für die Sennwirtschaft, die ganzjährig bewirtschaftet wurden.

Ursprünglich gehörte das Gebiet zum Gericht Taufers und steht noch heute im Besitz Südtiroler Bauern, die jedes Jahr Mitte Juni rund 330 Jungrinder auf die Alm treiben.

St. Jakob in Defereggen

2) Wappen St. Jakob in Defereggen, Lizenz: Gemeinfrei

Die Gemeinde St. Jakob liegt im hintere Defereggental und hat sich mit St. Veith und Hopfgarten zur Förderung des Tourismus zusammengeschlossen.

Die Besiedelung von St. Jakob erfolgte wahrscheinlich erst im 11. Jahrhundert. Bis ins 15. Jahrhundert lebte die Bevölkerung fast ausschließlich von der Landwirtschaft.

Bergbau und Hausiererhandel trugen in der Neuzeit zum Einkommen der Bevölkerung bei. Politisch war das heutige Gemeindegebiet über Jahrhunderte zwischen der Grafschaft Görz bzw. Tirol und Salzburg geteilt. 

Die Gemeinde zählt nach Matrei in Osttirol die meisten Nächtigungen in Osttirol und ist im Wintertourismus führend.

St. Jakob im Sommer

2) Die Pfarrkirche von St. Jakob, Foto: Michael Kranewitter, Vienna, Lizenz: CC BY-SA 3.0 AT

Das Besondere am Defereggental und speziell auch für St. Jakob ist der Nationalpark Hohe Tauern, der hier mit einem Anteil von rund 123 km² das Gemeindegebiets zu zwei Dritteln ausmacht.

Traumhaft schön liegen der Obersee am Staller Sattel sowie der Oberseitsee am Fuß der Seespitze. Es sind dies die beiden größten und bekanntesten Bergseen der Gemeinde.

Die Schwarzach prägt das Bild von St. Jakob in Defereggen.

Als Wandergebiet zeigt sich St. Jakob durch die umliegenden Gebirge in besonderem Maße. Im Süden sind es die Villgratner Berge, im Norden die Venedigergruppe mit der Lasörlinggruppe und im Westen die Rieserfernergruppe, die das Panorama der Umgebung beherrschen.

Zu den wichtigsten Erhebungen in den Villgratner Bergen auf Seiten von St. Jakob zählt das Deferegger Pfannhorn (2.820 m).

Im Bereich der Villgratner Berge liegt auch der Staller Sattel, der St. Jakob mit Südtirol und dem Antholzertal verbindet.

Im Bereich des Panargenkamms, zwischen dem Talschluss des Defereggentals und dem Trojeralmtal liegen mehrere Berge mit mehr als 3.000 Metern, wobei lediglich die Seespitze (3.021 m) durch einen Wanderweg erschlossen ist.

Höchster Gipfel des Gebirgskammes ist das noch teilweise vergletscherte Keeseck (3.173 m). Auch in der Lasörlinggruppe, die den Panargenkamm im Norden und Osten umschließt, liegen zahlreiche Berge über 3.000 Meter.

Hier befinden sich, mit den stark vergletscherten Gipfeln, die Rötspitze (3.496 m) und die Daberspitze (3.402 m), die auch die höchsten Berge der Gemeinde sind.

Damit ist das gesamte Gebiet bei Freunden der Natur sehr beliebt und Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderwege mit leichten, mittleren und anspruchsvollen Schwierigkeitsgraden.

St. Jakob im Winter

2) Der Wassererlebnisweg bei St. Jakob, Foto: Michael Kranewitter, Vienna, Lizenz: CC BY-SA 3.0 AT

Hopfgarten, St. Jakob und St. Veith haben sich im Sinne eines gemeinsamen Urlaubsgebietes zusammengeschlossen.

Der Winter beginnt schneesicher ab Anfang Dezember und endet in der letzten Aprilwoche beim Sonnenskilauf im nahe gelegenen Brunnalm-Skigebiet in St. Jakob.

Das Skigebiet erstreckt sich bis in eine Höhe von 2.450 m und ist weit über die Bezirksgrenzen hinaus als familienfreundliches und schneesicheres Skigebiet, bekannt.

In Hopfgarten bringt der Mühlegglift (Schlepplift) sowohl Anfänger als auch Kinder in ein schönes Übungsgelände.

Hauptattraktion sind die Bergbahnen in St. Jakob, die über eine Kabinenseilbahn, zwei Sessellifte und vier Schlepplifte verfügen.

Auf einer 15 km langen und traumhaften Loipe, die entlang der Schwarzach verläuft, können Langläufer die Gegend genießen.

St. Jakob ist zusammen mit den Osttiroler Nationalparkgemeinden im Tourismusverband Urlaubsregion Nationalpark Hohe Tauern Osttirol organisiert.

Erfolgreichster aktiver Sportler aus St. Jakob ist der Skirennläufer Mario Scheiber. Auch die ehemalige Skirennläuferin und Weltcup-Siegerin Ida Ladstätter stammt aus der Gemeinde.