Landschaftsbild 20

2) Kopfbild Mitte: Zahmer Kaiser, Foto: Rufus46,
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Details zum Tal

Länge Kaisertal: ca. 12 Km

Landkarte Kaisertal

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Impressionen

2) Hinterbärenbad, Anton Karg Haus, Foto: Luidger, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Kapelle in Hinterbärenbad, Foto: Rufus46, Lizenz: CC BY-SA 3.0

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Quellennachweis

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Das Kaisertal, ein Gebiet von besonderer Schönheit

2) Kaisertal, Ellmauer Halt, Foto: Rufus46, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Kaisertal ist ein Tal von besonderem Reiz und ist gekennzeichnet von einer einzigartigen Abgeschiedenheit.

Dies beginnt schon damit, dass die Zufahrt zum Tal, die erst seit 2008 besteht, eine Privatstrasse ist, zu der, so der Kenntnisstand im Dezember 2010, eine besondere Genehmigung erforderlich ist.

Das Kaisertal (ehem. Sparchental) ist ein markanter Taleinschnitt zwischen dem Zahmen und dem Wilden Kaiser im Tiroler Kaisergebirge.

In der Schlucht (Sparchenklamm) am Talgrund fließt der Kaiserbach (Sparchenbach), der im Norden Kufsteins in den Inn mündet.

Es befinden sich mehrere schöne Einödhöfe im Tal (Pfandlhof, Veitenhof). Beliebtes Kalendermotiv ist die Antoniuskapelle am Kaisertalweg im mittleren Teil des Tals.

Barocke Kunst

Die Ebbser Pfarrkirche, auch als "Barockdom des Unterlandes" bezeichnet wurde nach den Verwüstungen im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges anstelle der gotischen Kirche durch den Barockbaumeister Abraham Millauer von 1748-1756 errichtet.

Das Sankt-Nikolaus-Kirchlein wurde aus den Resten der ehemaligen Burg errichtet und besteht in seiner heutigen Form seit 1490.

Sehenswert ist zudem die "Antoniuskapelle" im Kaisertal, die bei der jährlichen Messe von bis zu 2.000 Besucher aufgesucht wird.

Der sogenannte Zahme Kaiser bildet zusammen mit dem Wilden Kaiser das Kaisertalnaturschutzgebiet.

Naturschutzgebiet Kaisergebirge

Das Kaisertal liegt im Naturschutzgebiet Kaisergebirge (seit 1963) und war bis 1. Juni 2008 nur zu Fuß zu erreichen. Der am häufigsten benutzte Zugang führt von Eichelwang (Ebbs) über ca. 280 Stufen auf dem Kaiseraufstieg ins Tal.

Das Kaisertal war das letzte bewohnte Tal in Österreich ohne Anbindung an ein Straßensystem. Die Autos und Motorräder der Gutsbesitzer im Kaisertal wurden entweder per Hubschrauber oder in Einzelteile zerlegt über den Kaiseraufstieg transportiert. Jahrelang wurden Verbesserungen des Zugangs zum Kaisertal diskutiert. Unter anderem wurde der Bau eines Schrägaufzuges oder eine verbesserte Form der bereits existierenden Materialseilbahn von Kufstein aus geprüft.

Mit dem Bau einer Fahrstraße von Ebbs durch einen ca. 800 m langen Tunnel ins Kaisertal wurde 2006 begonnen (Spatenstich am 19. Mai 2006). Um den Bedenken von Naturschützern Rechnung zu tragen, soll die Straße nur für die dortigen Bewohner, Betriebe und Einsatzfahrzeuge zugänglich sein (Schranken mit Schlüssel).

Der Straßenbau wurde erst nach jahrelangen Verhandlungen der Gemeinde Ebbs mit der Stadt Kufstein (größter Grundeigentümer im Kaisertal) beschlossen. Kufstein sprach sich aufgrund des Naturschutzgebietes im Kaisertal lange gegen den Straßenbau aus und hatte den Kaisertalern angeboten, die bestehende Seilbahn ins Kaisertal so auszubauen, dass man ohne Probleme Fahrzeuge damit transportieren könnte. Dies wurde von der Gemeinde Ebbs abgelehnt.

Am 10. März 2007 erfolgte der Durchbruch des Tunnels in das Kaisertal. Die Ausbauarbeiten des Tunnels sowie der Fahrstrecke konnte mit Herbst 2007 abgeschlossen werden, im Tal begannen die Arbeiten für eine Kanalisation. Am 31. Mai 2008 wurde der Tunnel offiziell dem Verkehr übergeben.