Landschaftsbild 40

1) Kopfbild Mitte: Stubaital, Ausblick von Patsch

Übersicht zur Gemeinde

Bundesland Tirol
Politischer Bezirk Innsbruck Land
Gemeinde Neustift im Stubaital
Höhe 994 m.ü.M.
Einwohner 4.704 (01/2016)

Offizielle Website / Quellen

www.neustift.tirol.gv.at

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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2) Neustift vom Serles gesehen, .), Foto: Svíčková, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Neustift im Stubaital

2) Wappen Neustift, Lizenz: Gemeinfrei

Die Gemeinde Neustift liegt mitten in der Tiroler Bergwelt, und zählt zu den schönsten Hochgebirgstälern Tirols. Am Eingang des Tales erheben sich wuchtige Kalkmassive, im hinteren Tal steigen die Gneis- und Granitgipfel mit 109 Dreitausendern bis zum ewigen Eis empor.

Trotz dieser Merkmale ist das Stubaital kein Gebiet des Massentourismus. Die Gemeinden haben sich ihren ländlichen Charakter bewahrt und pflegen eine intensive Beziehung zur Natur.

Um 1000 wurde das Stubaital unter Stupeia erstmals urkundlich erwähnt, dann 1400 wurde die Großgemeinde Stubai in fünf kleine Gemeinden gegliedert: Telfes, Schönberg, Mieders, Fulpmes und 'im Tal'.

Die 'Tholer', so werden die Einwohner von Neustift heute noch genannt. Flur-, Alm- und Hausnamen deuten auf eine vorrömische Besiedelung hin. Kaiser Maximilian war zur Hirsch-, Gams- und Saujagd im hinteren Stubaital. 1505 stiftete er eine Kapelle, aber erst 1868 erhielten die Neustifter einen eigenen Seelsorger

Als Kaiser Augustus mit seinen Legionen 15 v. Chr. gegen Norden vordrang, wurde auch das hier lebende Bergvolk und ihr Gebiet als Provinz Rätien unterworfen. Im folgenden hinterließen die Römer durch ihre Verwaltung und später durch die Christianisierung ihre Spuren. Vorgeschichtliche Funde aus der frühen Bronzezeit (etwa 1800 - 1000 v. Chr.) zeigen ebenso wie die vielen rätoromanischen Flurnamen, dass das Tal seit alters her besiedelt war:

Ein Ort mit Geschichte

2) Zentrum mit Pfarrkirche, Foto: Hejkal, Lizenz: CC BY-SA 2.0 Deutschland

1516 wurde die erste Kirche Neustifts vom Brixener Bischof dem hl. Georg geweiht. 1772 fiel diese einer Feuersbrunst zum Opfer. Im Jahre 1768 hatte man bereits mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen, da die ursprüngliche bereits zu klein geworden war.

Der Pfarrer Franz de Paula Penz war der Erbauer der eindrucksvollen Neustifter Dorfkirche. Er war einer der genialsten Kirchenbaumeister des Spätbarock in Tirol. Von außen wirkt die Kirche zum hl. Georg, ein Rokokobau im Dorfzentrum, sehr schlicht, der Innenraum ist aber sehr prächtig und mit Fresken namhafter Meister gestaltet. Die Pfarrkirche in Neustift ist Tirols zweitgrößte Dorfkirche. Auf dem schönen Friedhof ist der 'Gletscherpfarrer' und Mitbegründer des Alpenvereins Franz Senn begraben.

Gemütlich Radwege und zahlreiche Wanderwege mit leichten, mittleren und anspruchsvollen Schwierigkeitsgraden laden Familien und Bergsteiger ein.