Landschaftsbild

2) Kopfbild Mitte:
Imst und Pano Wetterkreuz
Foto: Thomas Krismer,
Lizenzfrei

Übersicht zur Gemeinde

Bundesland Tirol
Politischer Bezirk Imst
Gemeinde Stams
Höhe 672 m.ü.M.
Einwohner 1.403 (01/2016)

Offizielle Website / Quellen

www.stams.co.at

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Stams, die Gemeinde mit Geschichte

4) Wappen Stams, Lizenz: Gemeinfrei

Stams hat eine beachtenswerte Vergangenheit, die über 2500 Jahre zurückreicht. Ausgrabungen haben ergeben, dass es in Stams bereits ca. 500 v. Chr. eine Siedlung gegeben hat. Funde u. a. von Keramik rätischen Ursprungs belegen dies. 

Schon 700 n. Chr., also lange vor der Gründung des Stiftes, war Stams eine bedeutende Wallfahrt. Zu dieser Zeit bestand eine kleine Holzkirche, die später durch Nachfolgekirchen aus Stein ersetzt wurde. 

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Pfarrkirche barockisiert. Die Fresken wurden 1755 von Franz Anton Zeiller gemalt, die Altäre stammen von Johann Reindl aus den Jahren 1756 bis 1759. 

Die erste Nennung von Stams datiert aus dem Jahr 1065 als Reichslehen der Edlen von Wangen. Die ursprüngliche Schreibweise wird in verschiedenen Quellen mit "Stammes" oder "Stambs" angegeben.

Stams und das Zisterzienserstift

2) Stams Stift, Kloster. Foto: Dr. Joerg Brueckner, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Gründung des Zisterzienserstifts Stams im Jahr 1273 durch Graf Meinhard II. von Görz-Tirol verwandelte Stams zum geistigen Zentrum der Region.

Der Bau des Stiftes war bereits 1284 fertig gestellt und wurde von Mönchen aus Kaisheim in Bayern besiedelt.

Das Kloster Kaisheim besteht heute nicht mehr, es wurde im Zuge der Säkularisierung aufgelöst und beherbergt heute eine Justizstrafanstalt. 

Die Wallfahrt zum Johannes dem Täufer verlor im 14. Jh. an Bedeutung, weil dem Stift eine Reliquie des hl. Blut Jesu gestiftet wurde. Für dessen Verehrung wurde eine Kapelle, die Blutskapelle, an die Stiftskirche angebaut. 

Das Stift Stams ist reich an Kostbarkeiten. Das Stiftsmuseum enthält z.B. Originale von Albrecht Dürer. Die Stiftsbibliothek birgt eine Sammlung von 60000 Büchern, die Musiksammlung beherbergt an die 3000 Musikhandschriften. Es gibt jährlich Ausstellungen bedeutender Künstler in "Neuen Kreuzgang". Der Bernardisaal im Mitteltrakt zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen barocker Baukunst. 

Auch auf der Stamser Alm zeigt sich einiges an Baukunst. Aus dem 18. Jh. stammen ein Profanbau und die Kapelle zur "Mariae Heimsuchung". Sie dienten lange Zeit als Sommerfrische des Klerus und sich wichtige Zeugnisse barocker Baukunst. Die Alm ist heute noch bewirtschaftet. 

Stams ist eine eigenständige Pfarrei, die aber dem bekannten Zisterzienserstift in Stams "inkorporiert" ist, d.h. der Pfarrer von Stams ist ein Mönch aus dem Stift. Kirchliche Hochfeste werden vorwiegend, aber nicht ausschließlich in der Basilika begangen. Abt German ist daher nicht automatisch der Zelebrant. 

Das Schulzentrum Stams, auch im Sport bekannt

2) Panorama von Stams. Foto: Hafelekar, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Eine besondere Bedeutung als Schulzentrum hat die Gemeinde durch das Studienzentrum der Diözese Innsbruck.

Nennenswert sind die Katholische Hochschule Edith Stein (Institut für LehrerInnenbildung, das Institut für Religionspädagogische Bildung sowie das Institut für Schulpraktische Studien und Außerschulische Bildung. 

Neben den oben genannten gibt es noch eine Volksschule, eine Hauptschule und eine Montessorischule sowie das  Unter- und Oberstufenrealgymnasium Meinhardinum. 

Bekannt im Sport sind die Brunnentalschanze und die Internatsschule für Schisportler mit Oberstufengymnasium und Handelsschule sowie alpiner und nordischer Ausrichtung. 

Springer wie Toni Innauer, Armin Kogler, Karl Schnabl und fast alle zurzeit erfolgreichen österreichischen "Adler" bekamen ihre Ausbildung in Stams. 

Stams beherbergt in den verschiedenen Schultypen mit den dazugehörigen Internaten rund 1.500 Lernende und Studierende, denen im Ort 1.322 Einwohner (Stand 30.6.2011) gegenüberstehen. 

Natur und Architektur

Der Stamser Eichenwald ist ein Naturdenkmal und erstreckt sich im Westen des Ortes. Es ist dies der größte zusammenhängende Eichenwald Österreichs. 

Die Hängebrücke über den Inn, erbaut in den 1930er-Jahren, ist Ausgangspunkt für Wanderungen auf das sehr schöne und weit ausgedehnte Mieminger Plateau und zur Wallfahrtskirche Locherboden.