Landschaftsbild 1

2) Kopfbild Mitte: Vinschgau vom Sonnenberg, Ortlergruppe, Foto: Benreis auf wikivoyage, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Vinschgau
Gemeinde Schluderns
Höhe 883 m.ü.M.
Einwohner 1.804 (12/2015)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 98,80%
Italienisch 1,20%
Ladinisch 0,0%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.schluderns.bz.it

Quellennachweis 

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

2) Innenhof der Churburg, Foto: Pbeater, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Schluderns und die Churburg

2) Wappen Schluderns, Quelle: www.comuniweb.it, Lizenz: Gemeinfrei

Die kleine, aber sehr schön gelegene Gemeinde Schluderns liegt an einem sonnigen Platz im Vinschgau, genau gesagt im Übergangsbereich zwischen dem oberen und dem mittleren Vinschgau.

Mit der Churburg (13. Jahrhundert) verfügt der Ort über den am besten erhaltenen Wehrbau des Landes.

Die im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance umgestaltete Anlage mit ihrem Arkadenhof und den wertvollen Rüstungen ist seit 1504 im Besitz der Grafen von Trapp.

Nennenswert ist auch die katholische Kirche, die der Hl. Katharina geweiht wurde.

Großartiges Panorama mit vielseitigen Möglichkeiten zum Wandern

2) Schluderns und die Churburg der Grafen von Trapp, Foto: Flyout, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Schluderns bietet nicht nur ein herrliches Panorama, sondern auch zahlreiche Wanderwege mit leichten, mittleren und anspruchsvollen Schwierigkeitsgraden, die Familien und Bergsteiger einladen.

Darüber hinaus finden Sie einige der schönen Waalwege, die in der separaten Rubrik beschrieben sind.

Interessant sind auch die archäologischen Funde am Ganglegg, einer befestigten Höhensiedlung der Bronze-, Eisen- und Römerzeit. Die einmaligen Funde von mehreren, ausgezeichnet erhaltenen Befestigungsanlagen und Gebäuden sind restau­riert und überdacht.

Die sensationellen Funde vom Ganglegg wurden im Vintschger Museum ausgestellt. Gegen Voranmeldung erwartet Sie eine Führung durch die Dauerausstellung Archaischer Vintschgau mit anschließen­der archäologischer Exkursion zur Höhensiedlung Ganglegg.

Die Churburg, erbaut durch den Fürstbischof von Chur

2) Die Churburg der Grafen von Trapp, Foto, I, Kuebi, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Churburg wurde in der Zeit um das Jahr 1250 durch den Fürstbischof von Chur, Heinrich von Montfort.

Bereits im Jahr 1297 war die Anlage im Besitz der Herren von Matsch, mit denen das Fürstbistum Chur in ständiger Fehde lag.

1504, nach dem Tod des letzten Vertreters derer von Matsch, gelangte die mittlerweile stark ausgebaute Anlage in die Hände der späteren Grafen Trapp.

Kaiser Maximilian I auf der Churburg

2) Die Churburg mit Blick nach Norden, Foto: Pbeater, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im Jahr 1516 war Kaiser Maximilian I. auf der Churburg zu Gast. 1537, nach Erbstreitigkeiten, ging die Burg aufgrund des Polheimschen Vertrages endgültig in den Besitz der Familie Trapp über, welche sie noch heute besitzen.

Die weltweit größte private Rüstkammer der Burg enthält eine fast vollständige Ausrüstung für eine komplette Burgbesatzung, insgesamt mehr als 50 vollständig erhaltene Rüstungen, Schwerter und weitere Hieb- und Stichwaffen. Allerdings fehlen Schusswaffen, da sie in der Zeit der napoleonischen Kriege requiriert wurden.

Ein besonderes Stück ist eine 2,10 Meter große Rüstung aus der Zeit um 1450. Die über 40 Kilogramm schwere Rüstung wurde von dem Mailänder Waffenschmied Missaglia gefertigt. Der Harnisch gehörte Ulrich von Matsch.