Landschaftsbild 20

2) Kopfbild Mitte, Überetsch-Unterland, Foto: Hubert Berberich, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Überetsch-Unterland
Gemeinde Kurtatsch
Höhe Zentrum 333 m.ü.M.
Einwohner 2.245 (Jan. 2010)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 96,21%
Italienisch 3,44%
Ladinisch 0,35%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.kurtatsch.bz.it

Quellennachweis 

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Landkarte Großansicht

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Kurtatsch an der Weinstrasse

2) Wappen Kurtatsch, Lizenz: Gemeinfrei

Kurtatsch an der Weinstraße, italienisch Cortaccia sulla strada del vino, liegt auf einer Anhöhe, die als Sonnenterrasse des Unterlandes bezeichnet wird. 

Zur Gemeinde gehören die Fraktionen Penon, Graun, Entiklar und Oberfennberg.

Im alten Tirol, also vor dem ersten Weltkrieg, gehörten auch die Fraktionen Söll und Rungg dazu, die heute zur Gemeinde Tramin gehören.

Im Wappen der Gemeinde zeigt sich auf blauem Hintergrund ein goldenes Posthorn mit ebensolchen Quasten, begleitet von je zwei goldenen sechszackigen Sternen oben und unten. Das ursprüngliche Wappen dürfte sich aus den Familienwappen der begüterten Familie 'an der Platten' (Jagdhorn) und der Familie Masseregn (vier Sterne) zusammengesetzt haben. Daraus entstand später das heutige Posthorn, das aus der reicheren Ausgestaltung des ursprünglich einfachen Jagdhornes hervorging. Auf einem Weihwasserbecken der Kirchenumfriedungsmauer aus dem 16. Jh. ist ein solches Horn zu erkennen.

Kurtatsch mit einer langen Geschichte

2) Kurtatsch und das Etschtal im Sommer, Foto: Andreas Heck, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Bereits im Jahre 1191 wird Kurtatsch im sog. Vigilius-Brief genannt. Die Herkunft des Namens Kurtatsch ist nicht eindeutig geklärt. Fachleute gehen aber davon aus, dass es sich ursprünglich um eine Ansammlung höher gelegener Höfe handelte von denen der Name abgeleitet wurde.

Archäologische Funde vor Ort bezeugen, dass das Gebiet bereits im Mesolithikum besiedelt war.

Nach der Zeit der Besatzung durch die Römer (Kurtatsch lag an der Via Claudia Augusta) wurde das Gebiet einer Überlieferung zufolge vom Hl. Vigilius (340-400) zum christlichen Glauben bekehrt.

Der Kirchturm der romanischen Wallfahrts-Kirche vom Hl. Vigilius wurde um 1300 erbaut.

Wein- und Obstanbau sind die Haupterwerbsquellen der Gemeinde. Im Tal entlang der Etsch werden in der Hauptsache Obstplantagen bewirtschaftet. An den Hängen rund um die Gemeinde wächst Wein von internationaler Güte. Die Hälfte der Bevölkerung ist in über 300 Betrieben in der Landwirtschaft tätig.

Wer die Ferien in Kurtatsch verbringen möchte, der hat auch hier gute Möglichkeiten für die sportliche Betätigung und für Wandererlebnisse zur Auswahl.