Landschaftsbild 1

2) Kopfbild Mitte, Überetsch-Unterland, Foto: Hubert Berberich, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Allgemeine Angaben

Wo ist das?

2) Politisch geografische Karte, Urheber: Christoph Federer, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Landkarte im Detail

Landkarte Großansicht

Offizielle Website / Quellen

Bezirksgemeinschaft

Comunità Compresoriali

Quellennachweis

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Impressionen

2) Auer, St. Peterskirche, Foto: Richard Huber, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Eppan, St. Pauls, Foto: Rensi, Lizenz: Gemeinfrei
1) Kaltern, Zentrum
2) Leifers, Etschtal, Foto: Luca83, Lizenz: Gemeinfrei
2) Tramin, Weinberge, Foto: Mh79, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland

2) Bezriksgemeinschaften Südtirol (Überetsch-Unterland in Türkis), Quelle: Comunità Comprensoriali Alto Adige. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland, italienisch Oltradige-Bassa Atesina, ist ein Zusammenschluss von 18 Gemeinden des Überetsch und des Unterlandes im Süden von Südtirol.

Hauptort der Bezirksgemeinschaft ist Neumarkt.

Bekannt ist das Gebiet durch die weit über die Grenzen hinaus beschriebene und besuchte Weinstrasse und die auf diesem Gebiet liegenden Ortschaften.

Insbesondere sind es die Weinstrasse, die Weine und der Kalterer See, die für die Gäste aus dem In- und Ausland stehende Begriffe sind. Dazu gehören bekannte Weine wie der Kalterer See, der Traminer und der Gewürztraminer, die von Kennern geschätzt werden.

Überetsch, das Gebiet rund um den Kalterer See

2) Weinanbaugebiet Kalterer See, Foto: Hubert Berberich, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Betrachten wir zunächst das Gebiet Überetsch. Es liegt in 200-500 m Höhe auf der Hügellandschaft im Südwesten Bozens, zu Füßen des Mendelpasses (1363 m) und des Gantkofels (1866 m). Auf diesem Gebiet liegen, um nur zwei zu nennen, die Gemeinden Eppan und Kaltern, die neben dem Tourismus das bedeutendste Weinanbaugebiet von Südtirol darstellen.

Zwischen 1898 und 1974 verband die Überetscher Bahn das Gebiet mit Bozen. Der zunehmende Berufsverkehr, aber auch der Tourismus haben die Pläne zur Wiederherstellung dieser Bahnverbindung neu aufleben lassen.

In Überetsch hat sich zwischen 1550 und 1650 ein besonderer Baustil für die Landhäuser herausgebildet. Typisch dabei ist ein großer Mittelsaal, um den sich verschiedene kleinere Räume gruppieren. Der Saal ist mit Rundbogenfenstern versehen. Oft sind Erker oder eine Loggia vorhanden. Anspruchsvolle Holztäfelungen schmücken und isolieren die Räume. In diesem Stil vereinen sich nördliche und romanische Elemente.

Das Überetsch ist das burgenreichste Gebiet Europas. In der Region um Eppan finden sich über 200 kunsthistorische Bauten, zu denen Burgen, Schlösser, Ansitze, Kirchen und Kapellen gehören. Davon sind ca. 20 Burgen und Schlösser.

Landschaftlich interessant ist das Gebiet an der Grenze zwischen Eppan und Kaltern: am Fuß des Gandberg liegt ein Bergsturzgelände, das vermutlich gegen Ende der letzten Eiszeit entstanden ist.

Die Felstrümmer aus Rhyolit bedecken eine Fläche von gut 1 km², haben einen Rauminhalt von insgesamt ca. 10 Millionen m³ und sind teilweise mit Wald bewachsen.

Auf diesem Gelände befinden sich die Eppaner Eislöcher. Die Bezeichnung 'Gand' (Geröllhalde) wurde später auf die im Gebiet errichtete Ortschaft übertragen.

Das Unterland, ein von der Etsch geprägtes Gebiet

2) Leifers mit Blick nach Norden, Foto: H. Ramoner, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Unterland ist, landschaftlich gesehen, weitgehend identisch mit dem Teil des Etschtals, der zwischen Bozen und Salurn verläuft. Der Mitterberg ist die natürliche Trennung zum Überetsch.

Bei der Betrachtung des Unterlandes fällt auf, dass sich der Baustil verändert hat. Das Gebiet erstreckt sich von der Südgrenze Bozens bis nach Salurn, wo sich auch die Salurner Klause befindet, eine Verengung des Etschtales.

Die Weinstrasse, in Überetsch beginnend, setzt sich im Unterland fort. Bekannt ist das Gebiet auch durch zwei Weinsorten, dem Traminer und dem Gewürztraminer. Hauptort des Unterlandes ist Neumarkt. Größter Ort ist Leifers.

Zwischen 1921 und 1948 gehörte das gesamte Unterland zur Provinz Trient. Die Maßnahme wurde vom faschistischen Regime beschlossen, um die Italienisierung der sogenannten 'gemischtsprachigen Gebiete' zu forcieren.

Am 30. Mai 1946 wurde auf dem Hügel Castelfeder mit einer von der Südtiroler Volkspartei organisierten Protestkundgebung die Rückführung des Unterlandes zur Provinz Bozen gefordert und schließlich auch erreicht.