Landschaftsbild 41

4) Kopfbild Mitte: Rosengarten, Foto: Noclador, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Salten-Schlern
Gemeinde Vösl am Schlern
Höhe Zentrum 880 m.ü.M.
Einwohner 3.427 (Jan. 2010)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 95,6%
Italienisch 4,0%
Ladinisch 0,4%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.ort.bz.it

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

2) Der Knüppelsteig, Foto: Noclador, Lizenz: CC BY 3.0
2) Der Knüppelsteig, Foto: Noclador, Lizenz: CC BY 3.0

Völs am Schlern

2) Wappen Völs am Schlern, Quelle: www.comuniweb.it, Lizenz: Gemeinfrei

Völs am Schlern (ital. Fiè allo Sciliar) erstreckt sich vom Eisacktal bis zum Schlernplateau und nimmt auch einen großen Teil der rechten Seite des Tiersertals mit der Streusiedlung Völser Aicha ein.

Das Dorfzentrum ist Untervöls. Dort befinden sich Dorfplatz, Pfarrkirche, Volksschule und ein Vereins-Gemeindehaus.

Das Wappen zeigt ein Geviert in Schwarz und Rot. Im ersten Feld ein rotes Tatzenkreuz und im vierten Feld eine rote Rose mit goldenem Butzen je in einem silberner Balken. In den beiden anderen Feldern eine silberne, goldgekrönte Säule.

Eine lange Geschichte, Sommerfrische für die Bozner

2) Völs am Schlern im Sommer, Foto: Klaus Graf, Lizenz: CC BY 3.0

Funde aus der Kupferzeit belegen, dass das Völser Gemeindegebiet bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt war. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Gemeinde als Fellis in einer Urkunde König Arnolfs aus dem Jahre 888.

Wichtigster Wirtschaftssektor ist der Tourismus. Völs war bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert ein beliebtes Ziel der Bozner Bürger, vor allem zur Sommerfrische sowie für Heubad-Kuren.

Im Sommer bietet das Feriendorf eine breite Palette an Wanderungen und Ausflügen in einer einzigartigen Bergwelt, die trotz die vielen Gäste, die den Ort bei ihren Dolomitentouren passieren, vom Massentourismus weitgehend verschont blieb.

Zahlreiche Wanderwege mit leichten, mittleren und anspruchsvollen Schwierigkeitsgraden laden Familien und Bergsteiger ein.

Wandern im Sommer, Skifahren im Winter

2) Der Gflirer Weiher am Fuße des Schlern, Foto: Noclador, Lizenz: CC BY 3.0

Dem sportlichen Wintergast bieten sich durch die Nähe zur Seiser Alm und der Skigebiete in den Dolomiten zahlreiche Möglichkeiten für den Wintersport.

Wer sich lieber den Sehenswürdigkeiten oder der Unterhaltung widmen möchte, der findet im nahen Schlöss Prösels interessante Veranstaltungen.

Darüber hinaus bieten Bozen und Umgebung, aber auch die bekannten Städte im Eisacktal eine reiche Auswahl an Möglichkeiten zum Shopping, zur Unterhaltung oder aber zur Besichtigung von historischen Stätten und Galerien.

Schloss Prösels, Stammsitz der Herren von Völs

2) Schloss Prösels, Foto: Rufus46, Lizenz: CC BY 3.0

Schloss Prösels bei Völs ist die Stammburg der Herren von Völs. Das erste Mal wird das Schloss 1279 in einer Urkunde als castrum presile genannt, doch es war wahrscheinlich schon um 1200 errichtet worden.

Die zweite Bauphase wurde anfangs des 16. Jahrhunderts von Leonhard von Völs beendet. Seit dieser Zeit wurden keine größeren Änderungen am Schloss vorgenommen.

Bis 1804 blieb das Schloss in Familienhand, bis der letzte Erbe, Felix Freiherr von Völs, kinderlos starb. Nach 14 Besitzerwechseln erwarb das Kuratorium Schloss Prösels GmbH das Schloss und restaurierte es. Heute finden im Schloss und auf seinem Gelände viele kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen statt.

2) Innenhof von Schloss Prösels, Foto: Nimue, Lizenz: CC BY 3.0

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wird urkundlich erstmals 1170 erwähnt, dürfte als Altpfarre an der Südgrenze des Brixner Bistums wesentlich älter sein. Der ursprüngliche romanische Bau war ein einschiffiger, rechteckiger Bau von beachtlicher Größe. Nach einem Brand im Jahr 1440 wurde die Kirche mit gotischen Elementen wieder hergestellt.

1515 ließ Leonhard von Völs, der für seine Bauleidenschaft bekannt war, das ganze Gebäude abreißen, um den heutigen Bau errichten. Finanziert wurde das Projekt durch Geldspenden, die am Patroziniumfest im Austausch für vollkommenen Ablass eingesammelt wurden.

Die Kirche bekam auch eine neue Uhr, die nach Vertragsklausel schöner und größer als die von Kastelruth sein sollte. Der Bau wurde erst um 1570 vollendet, da die Bauernkriege für eine Verzögerung von 30 Jahren sorgten. Nachdem am 17. April 1703 das Dach des Turms und der Kirche abbrannte, wurde der Turm achteckig erhöht und mit einer Zwiebelhaube versehen. In dieser Form ist die Kirche heute erhalten.

Sehenswert ist das älteste und wohl auch bedeutendste Inventarstück, ein romanisches Kruzifix aus der Zeit um 1200.