Landschaftsbild 2

1) Kopfbild Mitte: Sella Joch, Nordblick Richtung Wolkenstein

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Salten-Schlern
Gemeinde St. Ulrich
Höhe Zentrum 1236 m.ü.M.
Einwohner 4.606 (Jan. 2010)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 12,1%
Italienisch 5,6%
Ladinisch 82,3%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.stulrich.bz.it

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

2) Kirche St. Jakob, Urheber: Wolfgang Moroder, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) St. Ulrich, Grödner Bach, Urheber: Wolfgang Moroder, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) St. Ulrich, Winter, Urheber: Pufacz, Lizenz: Gemeinfrei

St. Ulrich in Gröden

4) Wappen St. Ulrich in Gröden, Lizenz: Gemeinfrei

St. Ulrich in Gröden, italienisch Ortisei, ladinisch Urtijëi, ist Marktgemeinde und Hauptort des Grödner Tal. Gemeindegebiet liegt am rechten Ufer des Grödnerbaches und breitet sich bis zum Raschötzer Höhenrücken aus. Raumgeographisch und kirchlich gehört auch Überwasser dazu, obwohl es eine Fraktion der Gemeinde Kastelruth ist.

Der ladinische Name Urtijëi sowie die italienische Entsprechung Ortisei gehen auf einen Meierhof im Siedlungszentrum namens Ortiseyt zurück, der seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegt ist. Der Hof erscheint in späteren Urkunden unter dem Namen Mauriz und ist heute eines der ältesten Hotels im Tal.

Das Handwerk hat Geschichte: Schnitzerei, Bildhauerei und Altarbau

2) St. Ulrich, Engelsburg, Urheber: Wolfgang Moroder, Lizenz: Gemeinfrei

Seit dem 17. Jahrhundert ist in St. Ulrich ein Großteil der Bevölkerung im Bereich der Holzschnitzerei, der sakralen Bildhauerei, des Altarbaus und der Holzspielzeugindustrie tätig. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde St. Ulrich zuerst von Bergsteigern wie Paul Grohmann entdeckt. Dem Wintertourismus gab Emil Terschak, der von 1893 bis 1900 im Ort wohnte, entscheidende Impulse.

Bekannt ist das Grödner Kunsthandwerk, insbesondere die Holzschnitzerei. St. Ulrich galt über zwei Jahrhunderte als internationales Zentrum für Holzschnitzereien. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erreichte die sakrale Holzschnitzkunst an der von Ferdinand Demetz gegründeten Kunstschule in St. Ulrich und auch wegen der Ausbildung mehrerer Grödner an den Akademien in Wien und München ihren künstlerischen und wirtschaftlichen Höhepunkt. Durch das Zweite Vatikanische Konzil erfuhr die sakrale Bildhauerei in St. Ulrich einen schweren Rückschlag. Nur noch zumeist maschinell geschnitzte Kleinplastiken fanden seit den 1960er Jahren Absatz, hauptsächlich in den deutschsprachigen Ländern und in den USA.

St. Ulrich im Sommer

2) St. Ulrich vom Seceda gesehen, Urheber: Creator-bz, Lizenz: Gemeinfrei

Hauptwirtschaftszweig ist seit langer Zeit der Tourismus, sowohl wegen der landschaftlichen Schönheit des Ortes als auch wegen der bestens ausgestatteten Anlagen für den Wintersport und der ausgezeichneten Erholungsinfrastrukturen.

Drei größere Aufstiegsanlagen verbinden St. Ulrich mit den umstehenden Bergen. Richtung Norden führt die 2010 eröffnete Raschötzerbahn, eine der längsten Standseilbahnen Europas, auf die Raschötzer Alm.

Zum 2519 m hohe Secëda führt eine auf zwei Strecken aufgeteilte Bahn, im ersten Trakt Gondel- im zweiten Seilbahn und eine Gondelbahn führt Richtung Süden auf die Seiser Alm.

Mit diesen Bahnen wird die ohnehon schon große Auswahl für Spaziergänge, zum Bergsteigen, Klettern und zum Wandern sehr gut erweitert.

St. Ulrich Winter

2) St. Ulrich im Winter, Urheber: Wolfgang Moroder, Lizenz: CC BY-SA 3.0

St. Ulrich zählt unter den bekanntesten Wintersportorten der Alpen und war auch schon Austragungsort der Alpinen Skiweltmeisterschaften am Ronc Hang. 

Der Ferienort ist also ein idealer Ausgangspunkt in die Skigebiete, die vielfältiger nicht sein können.

Dazu ergänzend die mit der Bahn erreichbare Seiser Alm mit einem Langlaufgebiet, das über 60 Km Pisten anbietet.