Landschaftsbild 2

1) Kopfbild Mitte: Sella Joch, Nordblick Richtung Wolkenstein

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Salten-Schlern
Gemeinde St. Christina
Höhe Zentrum 1428 m.ü.M.
Einwohner 1.900 (Jan. 2010)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 5,7%
Italienisch 3,1%
Ladinisch 91,2%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.stchristina.bz.it

Quellennachweis

_________________________

Landkarte Großansicht

_________________________

Impressionen

2) Sportzentrum, Urheber: creator-bz, Lizenz: Gemeinfrei
2) Langlaufzentrum, Urheber: creator-bz, Lizenz: Gemeinfrei
2) Pfarrkirche, Altar, Urheber: Wolfgang Moroder, Lizenz: CC BY-SA 3.0

St. Christina in Gröden

2) Wappen St. Christina in Gröden, Lizenz: Gemeinfrei

St. Christina in Gröden, italienisch Santa Cristina Val Gardena, ladinisch Santa Cristina Gherdëina oder Santa Crestina Gherdëina, erstreckt sich über die Talhänge beiderseits des Grödnerbaches und wird von der Geisler-Gruppe im Norden und der Langkofelgruppe im Süden begrenzt.

Amtssprachen auf Gemeindeebene sind wie im gesamten Grödnertal Ladinisch, Deutsch und Italienisch. Die große Mehrheit der Bewohner St. Christinas hat sich bei der Volkszählung 2001 als der ladinischen Sprachgruppe zugehörig erklärt.

Die Geschichte der ehemaligen Malgrei

2) Die Kirche von St. Christina, Urheber: A. Senoner, Lizenz: Gemeinfrei

Die Geschichte geht zurück auf das Jahr 1277, als ein Hof zu Sankt Kristein und 1323 als St. Christina erstmals erwähnt wird. Der heutige Hof Uleta oberhalb von St. Christina ist wahrscheinlich der älteste Hof des Ortes. Er geht auf eine Schafschwaige zurück, die angeblich 1166 Burckhard von Völs dem Kloster Neustift schenkte.

Als Markgenossenschaft umfasste St. Christina ein größeres Gebiet als die heutige Gemeinde, denn auch Wolkenstein in Gröden|Wolkenstein gehörte zur Malgrei, d. h. zu einem Viertel (ab 1320 wurde Gröden in Viertel unterteilt). Weitere Malgreien, die zu St. Christina auch noch heute gehören, waren: St. Jakob-Innerriedl und Plesdinaz.

Zu den ältesten Höfen in St. Christina gehörten weiters Pescosta, Puntea, Coi und Prascuel, die alle auf das 13. Jahrhundert zurückgehen und im Urbar der Grafen von Tirol von 1288 genannt sind. Im 14. Jahrhundert kam es nur zu einem geringfügigen Siedlungsausbau, da dieses Jahrhundert von Katastrophen wie der Pest und einer Hungersnot gekennzeichnet war. Dagegen ist im 15. Jahrhundert einen Anstieg der vorhandenen Höfe von neun im 14. auf 30 Höfe im 15. Jahrhundert zu verzeichnen.

Die Fischburg, heute im Privatbesitz

2) Die Fischburg, Urheber: Llorenzi, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Fischburg liegt an der Grenze zwischen Wolkenstein und St. Christina und wurde zwischen 1622 und 1641 von Engelhard Dietrich von Wolkenstein-Trostburg erbaut.

Sie ist ein Sommer- und Jagdschloss im Stil der Renaissance, das aber in seiner Monumentalität mittelalterliche Wehrhaftigkeit vortäuscht.

Im Jahre 1863 schenkte Leopold Graf von Wolkenstein-Trostburg die Fischburg der Gemeinde St. Christina zur Einrichtung eines Alters- und Armenhauses. Seit 1926 hingegen ist die Fischburg in Besitz des venezianischen Barons Carlo Franchetti und daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Planetenweg auf der alten Bahntrasse, Sonnenuhr auf dem Monte Pana

2) Promenade und Planetenweg, Urheber: Luigino, Lizenz: Gemeinfrei

Aus der Trasse der früheren Grödnerbahn wurde eine Promenade in der Art eines Planetenweges (der einzige Südtirols).

Gezeigt werden die neun Planeten unseres Sonnensystems, inklusive der Erde, im Maßstab 1:1,868 Milliarden. Tafeln geben Aufschluss über die wichtigsten Daten wie Durchmesser, Dichte, Entfernung zur Sonne, Anzahl der Monde usw. Die pädagogische Absicht ist es, dem Besucher die wirklichen astronomischen Ausmaße des Alls vor Augen zu führen.

Sehenswert ist die Sonnenuhr auf dem Monte Pana. Es ist eine sphärische Äquatorial-Sonnenuhr mit zwei Metern Durchmesser, die für St. Christina und weitere 60 Städte die wahre Ortszeit (WOZ) sowie die mitteleuropäische Zeit (MEZ) anzeigt.

Das Hotel Monte Pana und die anliegende Kapelle des Architekten Franz Baumann sind Beispiele moderner alpiner Architektur der 1930er Jahre.

St. Christina im Sommer, Wandern und Bergsteigen

2) St. Christina und das Panorama, Urheber Creator-bz, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Wasserfälle sind ein besonderes Ausflugsziel.

Der Artic Wasserfall befindet sich direkt gegenüber dem Ortskern. Der Fluss hat seine Quelle am Langkofel und überquert den Monte Pana, danach geht er den Fall hinunter, bis er nach 50 m in den Grödnerbach mündet. Der Wasserfall wird in einen Hauptteil und einen Nebenteil aufgeteilt.

Im Jahr 2008 wurde ein neuer Weg mit einer Brücke direkt unter dem Wasserfall gebaut. Der Weg führt weiter in den Wald hinein und bietet dort eine schöne Aussicht auf St. Christina.

In Soplajes, ein Ortsteil von St. Christina befindet sich ein weiterer Wasserfall, dessen Bach die Quelle am Fuße des Pitschberges hat, die Ulëtahöfe überquert und im Grödnerbach mündet.

Daneben gibt es in der gesamten Umgebung zahlreiche Wanderwege mit leichten, mittleren und anspruchsvollen Schwierigkeitsgraden, die Familien und Bergsteiger gleichermaßen einladen, die Natur und das Panorama zu erkunden.

St. Christina, Wintersport ohne Grenzen

2) Winter in St. Christina, Urheber: creator-bz, Lizenz: Gemeinfrei

Im Sportcenter Iman befinden sich einige Tennisplätze, im Winter wird hier ein Eisplatz aufgebaut. Alle Skipisten sind mit der Sellaronda und der Gardenaronda (Dolomiti Superski) verbunden.

Das nordische Skizentrum auf dem Monte Pana, das Langlaufzentrum mit einer Loipenlänge von 38 km und zwei kleine Sprungschanzen, die vor allem dem örtlichen Ski Club Gröden zugute kommen, sind nur ein Beispiel für die Vielfalt, die in St. Christina anzutreffen ist.

St. Christina verfügt über eine Skischule, die mit der Goldmedaille des italienischen Skiverbandes (FISI) ausgezeichnet wurde.

Alljährlich beherbergt Gröden Ski-Weltcup Veranstaltungen. Ein Super-G und ein Abfahrtsrennen der Herren finden am Wochenende vor Weihnachten statt. Das Rennen verläuft auf der Saslongpiste, dessen Start und Ziele auf 2.249 bzw. 1.410 Metern liegen.

Die ganze Strecke ist 3.446 m lang und beginnt am Ciampinoi, führt über Spinel und Saut del Moro bis Sochers. Von dort geht ein steiler Abhang über den Mur de Sochers und anschließend zu den berühmten Kamelbuckeln. Danach folgen Nucia und die Ciaslat-Wiesen, die im Schuss enden, wo am Ende noch der berühmte Tunnel-Jump liegt.