Landschaftsbild 40

2) Kopfbild Mitte: Speikboden, Foto: Gissa, Lizenz: Gemeinfrei

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Pustertal
Gemeinde Mühlwald
Höhe Zentrum 1054 m.ü.M.
Einwohner 1.442 (12/2015)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 98,90%
Italienisch 0,90%
Ladinisch 0,21%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.muehlwald.bz.it

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

2) Geröllfeld am Neves Stausee, Foto: Wolfgang Sauber, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Panorama Neves Stausee, Foto: Wolfgang Sauber, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Neves Stausee, Foto: Juko, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Mühlwald im Mühlwalder Tal

4) Wappen Mühlwald, Quelle: www.comuniweb.it, Lizenz: Gemeinfrei

Die Gemeinde Mühlwald liegt im gleichnamigen Tal und besteht noch aus der Ortschaft Lappach, die am Ende des Tales beim Mühlwalder See liegt.

Die Gemeinde ist geprägt durch eine ausgedehnte Streusiedlung mit Einzelhöfen und kleinen Weilern.

Die Einkommensquellen der Talbewohner waren und sind im Gegensatz zu anderen Tälern nur wenig geprägt vom Dienstleistungsgewerbe und vom Tourismus. Auch das produzierende Gewerbe ist nur von relativ geringer Bedeutung. Aus diesem Grund arbeitet ein Großteil der Erwerbstätigen außerhalb der Gemeinde.

Mühlwald, Ausganspunkt für alpine Wanderungen in den Zillertaler Alpen

2) Mühlwald am Mühlwalder See, Foto: Julian Nitzsche, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Mit dem Projekt Kraft des Wassers wurden Themenwege erschlossen, auf denen regelmäßig geführte Wanderungen angeboten werden.

Beginnend beim Wasserkraftwerk Mühlwald am Mühlwalder See führt der Themenweg vorbei an alten Mühlen, an einem Moor mit Quellgebiet. In der weiterer Folge führt der Weg durch eine Klamm mit einem Wasserfall, und endet sodann am Neves-Stausee in Lappach.

Der Neves-Stausee liegt schon in den Zillertaler Alpen am oberen Talschluss des Mühlwaldertals. Er ist umgeben von den Bergen Hoher Weißzint (3371 m), Großer Möseler (3479 m) und Turnerkamp (3418 m).

Vor dem Bau der Staumauer bildete den Talschluss ein weiter, flacher Almboden. Die Staumauer wurde von 1960 bis 1964 errichtet; die Kronenhöhe beträgt 94 m und der Wasserspiegel liegt bei ca. 1860 m.

Touren, die von der Fraktion Lappach (Mühlwand) aus zu begehen sind

Lappach ist Ausgangspunkt für Hochgebirgstouren zum Hochfeiler (3510 m) und Möseler (3478 m) in den Zillertaler Alpen.

  • Edelrauthütte und Eisbruggjoch ca. 2,5 Stunden
  • Pfunderer Höhenweg (Bruneck - Sterzing) gesamt ca. 5−6 Tage
  • Neveser Höhenweg ca. 7-8 Stunden
  • Hoher Weißzint
  • Hochfeiler
  • Nevesjoch und Nevesjochhütte (Chemnitzer Hütte), ca. 1,5 Stunden; ab dort Kellerbauer Höhenweg und Stabeler Höhenweg
  • Großer Möseler

Der Hohe Weißzint

2) Hoher Weißzint, Foto: Svickova, Lizenz: Gemeinfrei

Der Hohe Weißzint, italienisch Punta Bianca liegt auf der Staatsgrenze zum Österreichischen  Bundesland Tirol.

Der Berg ist Bestandteil des Hauptkamms der Zillertaler Alpen. Sein Gipfel liegt auf 3371 Metern Höhe.

Der Name Weißzint (weißer Zahn) leitet sich aus dem weiß leuchtenden Firn ab, der früher den Gipfelbereich überzog.

Zuerst bestiegen wurde der Hohe Weißzint am 8. August 1871 durch den k.u.k. Oberleutnant Erich Graf Künigl mit einem namentlich nicht genannten Bauern aus Lappach.

Der Tunerkamp, fünfhöchster Berg des Zillertaler Hauptkamm

2) Der Tunerkamp, vom Rossrückengrat aus gesehen, Foto Maria Krüger, Lizenz: CC BY-SA 2.5

Der Turnerkamp, italienisch Cima di Campo, ist mit 3418 Metern der fünfthöchste Berg im Hauptkamm der Zillertaler Alpen.

Er liegt genau auf der Staatsgrenze zum Österreichischen Bundesland Tirol.

Zuerst bestiegen wurde er in den 1860er Jahren von einem einheimischen Bauern mit dem Namen Johann Kirchler aus Luttach im Ahrntal.

Die erste touristische Begehung erfolgte 1872 durch die englischen Bergsteiger W. H. Hudson, C. Taylor und R. Pendlebury, geführt von Gabriel Spechtenhauser und Georg Samer.

Der Grosse Möseler, zweithöchster Berg der Zillertaler Alpen

2) Grosser Möseler, Foto: Karl Haarmann, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Große Möseler, italienisch Grande Mèsule, auch Mösele genannt, ist mit 3478 m der zweithöchste Berg der Zillertaler Alpen nach dem Hochfeiler.

Er liegt im Zillertaler Hauptkamm, der hier die Staatsgrenze zum Österreichischen Bundesland Tirol bildet. Er ist durch seine Masse der beherrschende Berg des Gebietes. Von Nordwesten aus betrachtet erscheint er als firnbedeckter Dom, von Nordosten als ebenmäßig geformter Felskegel. Nach Nordwesten, Osten und Süden sendet er ausgeprägte Grate.

Der Berg ist vom Furtschaglhaus aus leicht erreichbar und wird daher oft begangen. Die Erstbesteigung fand am 16. Juni 1865 durch G. H. Fox, Douglas William Freshfield und Francis Fox Tuckett mit den Bergführern François Devouassoud aus Chamonix und Peter Michel aus Grindelwald, sowie zwei namentlich nicht bekannten Trägern statt.