Landschaftsbild 1

1) Kopfbild Mitte, Pustertal

Weitere Informationen

Informationen zum Schloss Sonnenburg, zu seiner Geschichte und heutigen Nutzung sind unter

www.sonnenburg.com

erhältlich

__________________________

Quellennachweis

_________________________

Schloss Sonnenburg

2) Schloss Sonnenburg, Foto: Konrad Hofer, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Schloss Sonnenburg ist ein ehemaliges Kloster, das beim Blick auf die romanischen Fenster auf ein hohes Alter der Anlage schließen lässt. Die Herkunft des Namens ist 1022 schon als "Suanapurc" (suana = Sühne, Gericht) bekannt.

Geschichte und Besitzverhältnisse sind bis und die jüngste Zeit wechselhaft. Nach dem Tod der ursprünglichen Inhaber, der Gaugrafen von Lurn und Pustertal ging das Schloss im Jahre 1022 an Graf Volkhold und nach dem Tod seines Schwestermannes Aribo schenkte er dieses mitsamt dazu gehörigem Grundbesitz dem Benediktinerorden zur Errichtung eines Damenstifts.

Die erste Äbtissin wurde Wichburg, Tochter Aribos und dessen Gemahlin Wichburg von Sonnenburg. Fast achthundert Jahre lang waren danach die Benediktinerinnen von Sonnenburg die Grundherren des des gadertaler Gebietes. Sie errichteten in Enneberg ein Gericht. Aus dem Jahre 1296 gibt es ein Sonnenburger Urbar, das eine wichtige Antwort zur Frage darstellt, welche Orte es damals im Gadertal schon gegeben hat.

Im 15. Jahrhundert kam es zu einem Konflikt zwischen Nikolaus von Kues (Nikolaus Cusanus), Bischof von Brixen, und der Äbtissin Verena von Stuben, die vom Tiroler Landesfürsten Herzog Siegmund unterstützt wurde. Im Zuge der Auseinandersetzungen wurden in Enneberg Bauern, die gegenüber Sonnenburg abgabenbereit waren, von den Gegnern Sonnenburgs getötet.

Auflösung und spätere Nutzung

Nach fast achthundert Jahren wurde 1785 durch Kaiser Joseph II. im Zuge des nach ihm benannten Josephinismus (Säkularisation) die Grundherrschaft der Benediktinerinnen aufgehoben.

Während der Tiroler Freiheitskämpfe (1797?1813) diente das Schloss als Militärshospital, später als Armenwohnheim. Heute befindet sich in der Anlage ein Hotel.

Für den Ausbau der Pustertaler Staatsstraße wird ein Tunnel unter dem Schloss gegraben. Die Arbeiten waren vorübergehend eingestellt worden, da durch die Sprengungen unter anderem in der Krypta Schäden an einem romanischen Fresko entstanden sind. Der Tunnel wurde daraufhin ohne Sprengungen weitergebaut und durchbrochen. Die Eröffnung war im Dezember 2010.