Landschaftsbild 30

1) Kopfbild Mitte: Sextental

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Bezirk Bozen
Bezirks-gemeinschaft Pustertal
Gemeinde Sexten
Höhe 1310 m.ü.M.
Einwohner 1.912 (12/2013)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 95,37%
Italienisch 5,36%
Ladinisch 0,27%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.sexten.bz.it

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

1) Am Eingang zum Fischleintal
1) Fischleintal, Talschlusshütte
2) Sextener Dolomiten - Zehner (Rotwand), Foto: Steffen 962, Lizenz: Gemeinfrei
2) Cadini Gruppe, Foto: Antonio De Lorenzo, Lizenz: CC BY 2.5

Sexten im Sextental

4) Wappen Sexten, Quelle: www.comuniweb.it, Lizenz: Gemeinfrei

Sexten, italienisch Sesto Pusteria, besteht aus dem Hauptort Sexten, der nach dem Kirchenpatron auch St. Veit genannt wird und dem etwa 2 km entfernten Ortsteil Moos am Eingang des malerischen Fischleintales. 

Die Gemeinde grenzt im Norden unmittelbar an Osttirol in Österreich. Den Grenzverlauf bilden die Karnischen Alpen mit dem markanten Helm einem 2434 m hohen Berg, der auch als Skigebiet beleib ist.

Im Süden liegen die Sextener Dolomiten und der gleichnamige Naturpark, den man über das Fischleintal oder das etwas weiter westliche gelegene Innerfeldtal (Val Campo di Dentro) erreicht.

Höchster Punkt auf Gemeindegebiet ist mit 3.145 m die Dreischusterspitze.

Seit 1972 führt die Gemeinde ein Wappen, das nach historischem Vorbild auf blauem Schild die Drei Zinnen in weißer Farbe und auf dem Gipfel des mittleren eine schwarze Gämse zeigt.

Sexten, die Dolomiten und die Sextener Sonnenuhr

1) Sexten mit Blick gegen Osten

Das malerisch gelegene Sexten bietet mit den Sextener Dolomiten eine der faszinierendsten Gebirgswelten der gesamten Umgebung.

Die Drei Zinnen sind das bekannteste Bergmassiv der Sextener Dolomiten

Sie werden im Norden durch das Pustertal begrenzt, im Nordosten und Osten durch das Sextental.

Im Süden sind die Sextener Dolomiten begrenzt durch das Val d'Ansiei und im Westen durch das Höhlensteintal. Im Südtiroler Teil des Gebirges liegt auch der Naturpark Drei Zinnen.

Der Naturpark Drei Zinnen

2) Sextener Sonnenuhr - Hochleist und Zwölferkofel, Foto: Fantasy at de.wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Bereits 1981 ist der Naturpark Sextner Dolomiten auf Initiative der Gemeinden Sexten, Toblach und Innichen eingerichtet worden.

Im Jahr 2010 wurde der Name per Beschluss der Südtiroler Landesregierung in Naturpark Drei Zinnen umbenannt.

Der Naturpark umfasst eine Fläche von 116 km², die sich zu etwa gleichen Teilen auf die Südtiroler Gemeinden Toblach, Innichen und Sexten verteilt.

Der Naturpark ist ein einzigartiges Wandergebiet mit allen Schwierigkeitsgraden, das auch viele Kletterer lockt.

Naturpark Drei Zinnen - Weltkulturerbe der UNESCO

2) Die Drei Zinnen, Foto: Walwegs, Lizenz: Gemeinfrei

Die Grenzen des Naturparks bilden im Norden das Pustertal, im Osten das Sextental, im Süden die Landesgrenze zu Belluno und im Westen das Höhlensteintal.

Das Naturparkhaus im Kulturzentrum Grand Hotel in Toblach informiert über Natur, Kultur und Geologie im Naturpark sowie über die Geschichte des Dolomitenkrieges.

Seit dem 26. Juni 2009 gehört der Naturpark zum Welterbe Dolomiten der UNESCO.

Die Sextener Dolomiten, Kriegsschauplatz und Friedensweg

2) Bunker im Vallo Alpino, Foto: Fantasy at de.wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im Ersten Weltkrieg waren die Sextener Dolomiten Schauplatz von Kämpfen, als hier im Gebirge zweieinhalb Jahre lang der Krieg zwischen italienischen und österreichischen Truppen tobte (siehe dazu auch den Artikel Gebirgskrieg 1915-1918).

Stumme Zeugen wie Löcher in den Felsen, Befestigungen (siehe Bild) und rostende Granatsplitter sind heute noch sichtbar.

Teile der damaligen Militärsteige wurden zum Friedensweg ausgestaltet, der westwärts in andere Teile der Dolomiten weiterführt und ostwärts auch als Karnischer Höhenweg (Grenze zu Österreich) bezeichnet wird.

Durch die senkrechten Felswände des Elfers führt der berühmte Alpinisteig (Strada degli Alpini) heute als Klettersteig auf ehemaligen italienischen Versorgungspfaden zur Sentinellascharte.