Landschaftsbild 21

1) Kopfbild Mitte: Höhlensteintal

Streckenverlauf

2) Streckenverlauf der Dolomitenbahn / Radweg, Quelle: Erinaceus, Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE

__________________________

Quellennachweis

__________________________

Ciclabile / Fahrradweg

Ein Naturereignis auf 60 Km: der Fahrradweg auf der Trasse der ehemaligen Dolomitenbahn.

Name: Der lange Weg der Dolomiten, italienisch: La Lunga Via Ciclabile delle Dolomiti.

Videofilm der Geschichte der Dolomitenbahn und des Fahrradweges in italienischer Sprache.

Film in lingua italiana.

Touristik Film 1

Privater Videofilm des Fahrradweges im Cadore von 2013.

Privat Film 1

 

 

 

 

Ehemalige Eisenbahnstrecke der Dolomitenbahn

2) Dolomitenbahn am Bahnhof Carbonin, Foto: Mauro Bottegal, Luca Lorenzi, Lizenz: Gemeinfrei

Die Dolomitenbahn (italienisch: Ferrovia delle Dolomiti), auch Ampezzaner Bahn genannt, war eine 64,9 Kilometer lange Schmalspurbahn, welche die Ortschaften Toblach und Calalzo (Region Venetien, Provinz Belluno) miteinander verband.

Sie wurde 1915 errichtet und 1964 eingestellt. Details können Sie unter Dolomitenbahn Geschichte entnehmen.

Die Geschichte der Eisenbahn und deren Streckenführungen sind nicht nur für Eisenbahnfreunde interessant.

Immer dann, wenn der Betrieb auf bestimmten Streckenabschnitten eingestellt wird, stellt sich die Frage, was mit der alten Trasse geschehen soll.

Viel zu oft sind die Trassen verkommen, dem Straßenbau oder anderen Verwendungszwecken geopfert worden.

Doch der Tourismus hat in diesem Fall dafür gesorgt, dass die Ideen zur Nutzung als Wanderweg und als Fahrradweg reiften und umgesetzt wurden.

Gestern Dolomitenbahn, heute "Langer Weg der Dolomiten"

2) Eisenbahntrasse als Langer Weg der Dolomiten, Foto: Nicolaesse, Lizenz: CC BY-SA 2.5

So geschah es mit der Trasse der ehemaligen Dolomitenbahn, aus der der Radfernwanderweg Langer Weg der Dolomiten entstand.

Der Lange Weg der Dolomiten, italienisch Lunga Via delle Dolomiti, bzw. Dolomiten-Radweg, italienisch Ciclabile delle Dolomiti, führt von Toblach über Cortina d’Ampezzo nach Calalzo di Cadore und verbindet damit die italienischen Provinzen Südtirol und Belluno.

Die zehn komplett erhaltenen Tunnel der Strecke werden mitbenutzt, die längeren von ihnen sind sogar künstlich beleuchtet.

Von Calalzo di Cadore bis Cortina d’Ampezzo ist der Rad- und Wanderweg nahezu komplett asphaltiert. Lediglich der Abschnitt von Zuel bis Chiapuzza (6,5 km) sowie ein weiterer ca. zwei Kilometer langer Abschnitt östlich von Peaio und Vinigo werden heute nicht mehr genutzt und liegen brach 

Die Radfahrer werden auf diesen beiden Teilstücken jeweils auf die parallele Staatsstraße geleitet.

Höchster Punkt der Bahn: Cimabanche / Im Gemärk

2) Der Pass Cimabanche / Im Gemärk, Foto: MaiDireLollo, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Abschnitt von Cortina d’Ampezzo bis Toblach ist größtenteils als fein geschotterte und wassergebundene Naturstraße ausgeführt und damit für Rennräder nur bedingt geeignet.

Der höchste Punkt ist der Passo Cimabanche (Im Gemärk, 1.530 m), der die Grenze zwischen Südtirol und Belluno bildet.

Sowohl von Cortina d’Ampezzo wie auch von Toblach aus sind hierher jeweils 300 Höhenmeter zu bewältigen.

Langlauf auf der Trasse "Langer Weg der Dolomiten"

2) Radweg Langer Weg als Loipe, Foto: Luca Lorenzi, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im Winter wird Teilstück Cortina D'Ampezzo - Toblach gesperrt und dient als gespurte Langlaufloipe.

Sehr spannend, weil auch die Tunnels genutzt werden können, in denen eine künstliche Schneeschicht aufgetragen wird.

Seit 1977 findet am ersten Wochenende im Februar der Volkslanglauf Toblach–Cortina statt, mit den Streckenlängen 30 km (Samstag, freier Stil von Cortina d’Ampezzo bis Toblach) und 42 km (Sonntag, klassischer Stil von Toblach bis Cortina d’Ampezzo).

Seit 2000 wird im Frühling auf dieser Route der Cortina–Dobbiaco Run ausgetragen, ein Volks- und Straßenlauf über 30 km von Cortina d’Ampezzo nach Toblach.

Der Run wird vom ehemaligen Marathonläufer Gianni Poli organisiert. Poli hatte 1988 diese Strecke für sein Training entdeckt und nahm sich vor, auch andere Läufer an diesem Erlebnis teilhaben zu lassen.