Landschaftsbild 1

1) Kopfbild Mitte, Bozen, Blick ins Eisacktal mit Rosengarten

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zur Geographie und Geschichte sind unter

www.kloster-neustift.it

zusammengestellt.

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Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

2) Weinberge und Glockenturm der Stiftsbasilika, Foto: Adrian Michael, Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Innenhof des Klosters, Foto: Stefan Kuhn, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Brixen, Kloster Neustift

Romanik, Gotik, Barock und Rokoko unter einem Dach zeigen die langen Bauepochen

2) Brixen, Kloster Neustift mit Weinberg, Foto: Muggmag, Lizenz: Gemeinfrei

Die Vorgeschichte der Gründung des Klosters Neustift beginnt im Jahr 1140. In diesem Jahr wurde Hartmann, der Propst des Klosters Klosterneuburg bei Wien, vom Salzburger Erzbischof Konrad zum Bischof von Brixen bestimmt.

Zunächst dürfte die Tatsache, dass Probst Hartmann sein bisheriges Leben zu einem großen Teil in regulierten Gemeinschaften verbracht hatte, stark zu seinem Wunsch zur Gründung eines Männerklosters oder -stifts in der Umgebung von Brixen beigetragen haben.

In Brixen selbst wurde Probst Hartmann vom Widerstand der Domherren daran gehindert, bei ihnen die Augustinusregel mit der vita communis einzuführen. Möglicherweise als Ausgleich dazu gründete er das Neustifter Chorherrenstift. In Tirol gab es 1142 kein einziges Stift der Augustiner-Chorherren, was Probst Hartmann durchaus als großen Mangel sehen musste.

Zudem war der Zustand der Diözese Brixen nicht besonders gut, als sie von Probst Hartmann übernommen worden war.

Die Lage, ursprünglich ein unwirtlicher und wenig einladender Platz

2) Kloster Neustift, Engelsburg, Foto: Stefan Kuhn, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Erbaut wurde das Kloster Neustift nördlich von Brixen, unweit der Straße, die ins Pustertal führt, an einem damals noch unsicheren und rauen Orte, in wilder Einsamkeit.

Die Lage des Klosters am Nordende des Brixener Talkessels wurde nicht ohne Grund gewählt. Es war dort, wo die Unwirtlichkeit des sich beliebig sein Bett schaffenden Eisackflusses alles andere als einladend schien.

Der Grund lag jedoch am Schnittpunkt der wichtigen Nord-Süd-Verbindung über die Alpen und der Ost-West-Verkehrswege aus dem Pustertal. Somit war das Stift weit genug von störenden Siedlungen entfernt, andererseits konnte an dieser Stelle die Hospitalitas Augustiniana, die Gastfreundschaft der Augustiner Chorherren, gut praktiziert werden.

Neben dem Kloster wurde nämlich auch ein Hospital gegründet. Hier wurden Reisende, Pilger, Kranke und Arme betreut. Dieses wurde allerdings zwischen 1463 und 1557 wieder aufgelassen.

Bis ca. 1300 war Neustift ein Doppelkloster. In den Quellen findet man öfters Hinweise auf Frauen im Kloster.

Sehenswere Bauten und Innenräume

2) Der Wunderbrunnen Foto: Adrian Michael, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die mehrfaach umgebaute Klosteranlage zeigt gleich vier Stilrichtungen: Romanik, Gotik, Barock und Rokoko.

Bunte Holzschindeln auf dem Dach, Sonnenuhren und Fresken schmücken die Gebäudeteile in harmonischer Weise.

Die Anlage wirkt zunächst streng, was ganz dem Sinnen der Erbauer entsprach. Die strahlende Pracht im Inneren steht dazu allerding im Gegensatz.

Romanik: die Kirche St. Margaretha, die außerhalb der Mauer liegende Michaelskapelle, ehemaliger Betsaal des Pilgerhospizes, der Glockenturm mit seiner kostbaren Uhr und Sonnenuhr, die Viktorskapelle, älteste Kirche, enthält Fresken von 1360.

Gotik: der Kreuzgang mit Fresken und Szenen aus dem 14. Jahrhundert, die Pinakothek mit dem Flügelaltar von Friedrich Pacher

Barock: die Stiftsbasilika zu Unserer Lieben Frau, im 18. Jahrhundert umgebaut, gilt wegen ihrer prunkvollen farbigen und vergoldeten Stuckaturen als die schönste Barockkirche von Südtirol.

Rokoko: die prunkvolle Bibliothek, 1778 eröffnet, besitzt mehr als 76.000 Bände, Manuskripte und mit Miniaturen geschmückte Kodices.

Was wäre ein Kloster ohne eine eigene Kellerei. 850 Jahre Erfahrung im Weinanbau auf eigenem Boden und traumhafte Kellergewölbe zum Reifen des Weines, sind Qualitätsmerkmale, die für sich sprechen. Die Kellerei ist in der außerhalb der Anlage liegenden alten Mühle untergebracht und bietet dem Besucher eine Auswahl der berühmten Weine des Klosters zum Kauf und zur Verkostung mit Käse und Speck.