Landschaftsbild 2

1) Kopfbild Mitte, Klausen, Schloss Branzoll und Kloster Säben 

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Eisacktal
Gemeinde Klausen
Höhe Zentrum 523 m.ü.M.
Einwohner 5.179 (12/2013)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 91,30%
Italienisch 7,88%
Ladinisch 0,81%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.klausen.bz.it

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

1) Zentrum, Tinneplatz
1) Tinneplatz, Schloss Branzoll
1) Klausen Unterstadt
1) Unterstadt und Autobahn

Klausen, die Gemeinde am Säbener Felsen

4) Wappen Klausen, Quelle: www.comuniweb.it, Lizenz: Gemeinfrei

Die Stadt Klausen, italienisch Chiusa, ladinisch Tluses, zählt zu ihrem Geeindegebiet auch einige sehr schön liegende Fraktionen.

Es sind dies auf der westlichen Talseite die Dörfer Verdings und Latzfons, sowie auf der östlichen Seite, im vorderen Teil des Villnösstales, die Ortschaft Gufidaun. Mehr dazu finden Sie auf der separaten Seite "Fraktionen".

Markantestes Naturstück ist der Klausen überragende Säbener Felsen, auf dem sich das gleichnamige Kloster befindet.

Der Felsen war schon in vorchristlicher Zeit ein bedeutender Siedlungsplatz und so fand man Gräber sowohl aus rätischer, als auch germanischer Zeit.

Das Wappen zeigt den Schlüssel

1) Klausen und Umgebung

Der Schlüssel ist sinnbildlich mit dem Namen der Stadt verbunden und findet sich auch im italienischen Namen Chiusa, was soviel bedeutet wie geschlossen.

Man könnte dies auch gleichsetzen mit dem Felsen und der damit bedingten Talenge, die seit Menschengedenken eine Durchfahrt durch das Tal verhinderten.

Bedingt dadurch führte die alte Strasse über den Ritten und erst durch den Bau der Eisenbahn und der neuen Strasse (SS12) im 19. Jahrhundert wurde Klausen vom Brenner her gesehen ohne Hindernis ereichbar. 

Klausen wird erstmals 1027 erwähnt als "chiusa sub Sabione sita", was in der Übersetzung soviel bedeutet wie Klausen unterhalb des Klosters Säben.

Das Zeugnis der Stadt

1) Schloss Branzoll und Kloster Säben

Die wichtigste Urkunde der Stadt Klausen von 1027 ist eine Schenkungsurkunde für den Brixner Bischof Hartwig, der das Kloster als Geschenk erhielt.

In der Zeit zwischen 800 und 1000 war Säben durch den Bischofssitz von besonderer Bedeutung.

Später wurde der Sitz nach Brixen verlegt. Zahlreiche archäologische Funde auf Kloster Säben geben Zeugnis von dieser Zeit.

Im 13. Jahrhundert erhält Klausen das Marktrecht, und im Jahre 1308 wird der Markt zur Stadt erhoben.

Kloster Säben, einst Sitz des Bischofs

1) Kloster Säben

Sehenswert ist das Kloster Säben. Dort befindet sich das Stadtmuseum , das u. a. den berühmten Loretoschatz beherbergt.

Er wurde von der spanischen Königin Maria Anna ihrem Beichtvater Gabriel Pontifeser aus Klausen geschenkt.

Interessant ist auch Burg Branzoll, auch als Schloss bezeichnet, das direkt über der Stadt liegt und in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist. Der ursprüngliche Bau datiert aus dem Jahr 1255. 1671 wurde Branzoll durch einen Brand bis auf die Grundmauern zerstört.

Es gab viele Versuche für einen kompletten Wiederaufbau, doch erst nach diversen Eigentümerwechsel kam schließlich der Innsbrucker Kunstsammler und Lyriker Karl Traut (1874–1934) in den Besitz der Burg, der sie endgültig aufbauen ließ. Traut konnte die Burg 1913 beziehen. 

Wichtigste Einnahmequelle im 15. Jahrhundert war der Abbau von Erz und so war Klausen auch Sitz eines Berggerichtes.

Bis 1960 war Klausen der Ausgangspunkt für die Grödnerbahn, eine Schmalsspurbahn, die bis nach St. Ulrich und Wolkenstein fuhr.

Am heutigen Bahnhofsgelände ist das aufgelassene Kehrviadukt noch zu sehen. Sehen sie dazu die Beschreibung unter der Rubrik Grödnertal.

Klausen gilt als Törggelehauptstadt. Kastanien, Wein und Speck gehören im Herbst zu den kulinarischen Spezialitäten, die in der gemütlichen Altstadt angeboten werden.

Villanders, ein Ausflug von Klausen

2) Villanders berühmter Friedhof, Foto: X827GX, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Gemeinde Villanders liegt oberhalb von Klausen und wird über eine interessante Strasse mit 10 Kehren erreicht. Das Dorfzentrum liegt auf einer Meereshöhe von 880 m.

Die Gemeinde zählt zu den schönsten Urlaubs- und Erholungszielen des Eisacktals.

Auch hier, wie in Klausen ist das traditionelle Törggelen sehr beliebt.

Die Umgebung eignet sich sehr gut zum Wandern, sowohl im Talbereich als auch auf der Alm. Villanders ist berühmt wegen seiner Bergwerke, die dem Publikum zugänglich sind.

Eine Besonderheit ist der Friedhof, seine Grabkreuze und der Blumenschmuck.

Dort wird noch der alte Brauch gepflegt, die Gräber so auszurichten, dass der Blick zur Sonne gerichtet ist.