Landschaftsbild 1

1) Kopfbild Mitte, Passeiertal, Südblick von St. Leonhard

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Bezirk Bozen
Bezirks-gemeinschaft Burggrafenamt
Gemeinde St. Leonhard
Höhe Zentrum 689 m.ü.M.
Einwohner 3.582 (12/2015)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 98,83%
Italienisch 1,05%
Ladinisch 0,12%

Offizielle Website / Quellen

Gemeinde.St.Leonhard

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

1) St. Leonhard, Zentrum
1) St. Leonhard, Zentrum, Südwestblick

St. Leonhard in Passeier

2) Wappen St. Leonhard in Passeier, Lizenz: Gemeinfrei

St. Leonhard liegt am Fuße des Jaufen an der Einmündung des Waltenbaches in die Passer.

Dabei bildet die Passer, die westlich des Ortes fließt und an dieser Stelle einen Knick aus der strikten Süd-Nord-Richtung in eine Ost-West-Rechtung macht, eine Grenze zum Gebiet der Gemeinde St. Martin in Passeier.

Westlich und südlich der Passer gelegene Höfe gehören zu St. Martin, obwohl sie geographisch nur einen Steinwurf entfernt vom Ortszentrum St. Leonhard liegen.

St. Leonhard entstand aus einer Pfarrei, die Bischof Gebhard von Trient 1116 weihte und die Kaiser Friedrich II. 1219 dem Deutschen Orden schenkte. Sie reichte ursprünglich vom Timmelsjoch bis zum heutigen Schenna. Die Deutschordensritter bauten an der Kirche ein Pilgerhospiz; die Dorfgemeinde entwickelte sich um diese Keimzelle.

St. Leonhard im im Sommer

1) Panorama von St. Leonhard

Im Sommer kann St. Leonhard über das Timmelsjoch (Staatsstraße 44 bis) von Österreich aus und über den Jaufenpass (Staatsstraße 44) von Sterzing aus erreicht werden.

Bei ungünstigen Wetterverhältnissen, wenn auch der Jaufenpass gesperrt ist, kann St. Leonhard nur über Meran erreicht werden.

Ausflüge zu den beiden Pässen und darüber hinaus bieten nicht nur herrliche Aussichten, sondern sind auch bestens kombinierbar mit Wanderungen in einer Bergwelt, die vom Massentourismus noch nicht entdeckt wurde.

Die Heimat von Andreas Hofer

1) Der Sandwirt

Der Schutzpatron Leonhard von Limoges ist der Patron der Bauern und Knechte, Tagelöhner und Fuhrleute, Schmiede, Schlosser und Händler - Berufsstände, die diese Gegend bis ins 19. Jahrhundert dominierten.

Gamssteige wurden zu Schmugglerwegen im Handel zwischen Österreich und Italien.

Auch der berühmteste Sohn des Ortes, der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer vom Sandwirt, war Viehhändler; hier wurden die Pferde gewechselt beim Transport von Handelswaren aller Art über die Grenzen.

Sehenswertes in St. Leonhard

2) Reste der Jaufenburg, Foto: Llorenzi, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Von der ursprünglichen romanischen Kirche steht nur noch der untere Teil des Turms.

An seiner Ostseite ist noch Bauplastik aus dieser Zeit (ein Dämonenkopf) zu erkennen.

Der heutige Bau ist gotischen Stils mit einem zweischiffigen Langhaus, schönen Spitzbogenfenstern und Kreuzgewölben und einem polygonalem (Vieleck) Chor.

 

1) Das Zentrum von St. Leonhard

Im 18. Jahrhundert wurde das das Innere der Kirche barockisiert. Ein spätgotischer Flügelaltar von Hans Klocker, das kunsthistorisch wertvollste Ausstattungsstück, wurde entfernt, seine Skulpturen verstreut und durch Werke der Passeirer Malerschule der Nachbargemeinde St. Martin und ihrer Zeitgenossen aus anderen Gebieten Tirols ersetzt.

Hochaltar und Kanzel stammen aus dem 19. Jahrhundert. Erhalten aus der gotischen Zeit sind die floralen Gewölbedekorationen im Chor (1583) sowie ein Taufstein (datiert 1545) mit Passeirer Wappen.
Die St. Georgs-Kapelle auf dem Friedhof ist ein gotischer Bau mit Dachreiter. Die Ausstattung stammt aus dem 20. Jahrhundert .

Eindrücke von St. Leonhard und Umgebung

1) Panorama von St. Leonhard
1) Südblick ins Passeiertal
1) Westblick nach Moos in Passeier