Landschaftsbild 1

1) Kopfbild Mitte, Passeiertal, Südblick von St. Leonhard

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Burggrafenamt
Gemeinde Moos in Passeier
Höhe Zentrum 1007 m.ü.M.
Einwohner 2.099 (12/2015)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 99,58%
Italienisch 0,33%
Ladinisch 0,09%

Offizielle Website / Quellen

Moos in Passeier

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

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Impressionen

2) Der Spronser See, Foto: Noclador, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Moos in Passeier

2) Wappen Moos in Passeier, Lizenz: Gemeinfrei

Das am Rande des Naturpark Texelgruppe und am Fuße des Timmelsjoch liegende Moos in Passeier ist die flächenmäßig größte Gemeinde im Passeiertal.

In Moos dominiert die spätgotische Pfarrkirche (1402/03) Mariä Himmelfahrt mit dem 52 m hohen Turm. Das Innere ist barockisiert, u. a. mit Gemälden der Passeirer Malerschule, einer Kunstschule des 18. und 19. Jahrhunderts aus St. Martin.

Ein beliebtes Wanderziel ist der Stieber Wasserfall. Es ist der Pfelderer Bach, der am westlichen Ortsrand in zwei Kaskaden von je 18 m in die Passer stürzt.

Das Tal der Passer, hier mit Namen Hinterpasseier

2) Panorama von Moos, Foto: Tourismusverein Passeiertal, Lizenz: CC BY-SA 3.0

An der Straße zum Timmelsjoch liegt das 2009 eröffnete "Bunker-Mooseum", ein zum Dokumentationszentrum mit Filmsaal umfunktionierter geheimer Bunker im Berg, eine Anlage des Alpenwalls in Südtirol, den Benito Mussolini anlegen ließ, am Ende aber nie gebraucht hat. Dokumentiert werden verschiedene historische und geographische Themen des Passeiertals, hinzu kommen ein Steinbock-Gehege und eine Kletterwand.

Von den drei Gemeinden im Passeiertal ist Moos die einzige im Hinterpasseier, die - im Gegensatz zum Vorderpasseier südlich von St. Leonhard - Hochgebirgscharakter und rauhes Klima aufweist. Das Tal der Passer verengt sich zwischen steil aufragenden bewaldeten Berghängen; der Hauptort liegt im Talgrund auf rund 1000 m Höhe, seine übrigen Fraktionen auf Terrassen oder Anhöhen inmitten von Almen oberhalb des schäumenden Wildbachs.

Moos, Ausgangspunkt zum Naturpark Texelgruppe

2) Das Pfelderer Tal mit Pfelders, Foto: Rudolf Simon, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Für Wanderer und Bergsteiger ist Moos ein beliebter Ausgangspunkt in den Naturpark Texelgruppe, der 1976 eingerichtet wurde. Er ist mit 33.430 Hektar der größte Naturpark in Südtirol.

Andere schöne Ausgangspunkte sind im Passeiertal, in Meran und im Vinschgau, denn der Naturpark grenzt an die Gebiete der Gemeinden Algund, Dorf Tirol, Naturns, Partschins, Riffian, Schnals und St. Martin in Passeier.

Der Naturpark umfasst die Texelgruppe und Teile der Ötztaler Alpen. Im Westen bildet das Schnalstal die Grenze, im Süden der Vinschgau von Naturns bis Dorf Tirol, im Osten das Passeiertal und im Norden der Schnalser und der Gurgler Kamm der Ötztaler Alpen bis zum Timmelsjoch (2509 m), das schon zu den Stubaier Alpen gehört.

Die höchste Erhebung des Naturparks ist mit 3628 m die Hintere Schwärze am nördlich gelegenen Schnalser Kamm. Größter Gletscher des Gebiets ist der Niederjochferner. Täler von größerer touristischer Bedeutung sind das Pfelderer Tal mit dem Hauptort Pfelders und das Pfossental, das im Schnalstal kurz vor Karthaus nach Norden abzweigt und nur bis Vorderkaser für alle Pkw befahrbar ist.

Die Gletschermühlen, ein Schauspiel im ewigen Eis

2) Gletschermühle bei Platt, Foto: China Crisis, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Faszinierend, aber sehr gefährlich sind die Gletschermühlen. Eine davon liegt bei Platt, einer Fraktion von Moos, in 1140 m Höhe auf einer Terrasse südöstlich von Moos. Insgesamt 15 Gletschermühlen, auch Gletschertöpfe genannt, sind auf beschilderten Wanderwegen von hier aus zu erreichen. Die größte davon ist acht Meter tief.

Das Pfelderer Tal (auch Pfelderstal) zweigt von Moos in südwestliche Richtung und hat eine Länge von etwas mehr als 13 Km. Am Ende des Tals führt der Weg über das Eisjöchl ins Pfossental und weiter ins Schnalstal.

Einziger Ort im Tal ist Pfelders. Durch das Tal fließt der Pfelderer Bach, der bei Moos über zwei Wasserfälle in die Passer mündet. Weitere in südlicher Richtung abzweigende kleinere Seitentäler sind (von West nach Ost) das Lazinser Tal, das Faltschnal-, das Faltmar- und das Fermanzoltal.