Stadtbild

1) Kopfbild Mitte, Das Etschtal, Blick über Meran mit der Mendelnase im Hintergrund.

Impressionen

1) Das Passeirer Tor
1) Steinachplatz, Pfarrkirche
1) Steinerner Steg
1) Brunnenplatz
1) Schloss Trauttmansdorff

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Quellennachweis

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Stadtansichten mit Geschichte

10) Das Kurhaus und die Promenade an der Passer. Foto: Hans-Peter Krause

Stadtansichten von Meran gibt es zweifelsohne viele und es lohnt sich, einen kleinen Ausflug in die etwas abgelegenen Winkel der Stadt zu unternehmen.

Hier sind Geschichte und Entwicklung zu spüren, die in dieser Stadt noch an so manchen Plätzen zu sehen ist.

Wer in alten Archiven, Buchläden und Museen etwas stöbert, wird Gemälde und Fotografien sehen, in denen die Geschichte lebendig wird.

Obermais und der Brunnenplatz

1) Der Brunnenplatz

Zur Geschichte gehört auch die Straßenbahn, die bis in die 50-er Jahre zum Bahnhof, zum Brunnenplatz in Obermais, nach Forst, nach Lana und nach Sinich fuhr. 

Der Brunnenplatz war einst die Endhaltestelle der Straßenbahn. Heute ist er immer noch ein beliebter Treffpunkt der Meraner.

In den kleinen Geschäften wird gerne eingekauft und über das aktuelle Tagesgeschehen ratscht (plaudert) man bei einem Café oder in den Restaurants. 

Vom Brunnenplatz ist es nur ein Katzensprung bis zum Schloss Trauttmansdorff,  also knappe 15 Minuten. Ebensoviel Zeit benötigt man in das Zentrum, wobei man den Sissi Weg benutzt, der durch die Gilfpromenade und den steinernen Steg führt. 

Die Prachtbauten großer Hotels

10) Der Sandplatz und das ehemalige Excelsior. Foto: Hans-Peter Krause

Der Sandplatz ist einer der Plätze auf dem einst die Kutschen ihren Standplatz hatten. Ein anderer Standplatz war der Bahnhof. 

Wenn Sie vor dem prächtigen Gebäude stehen, das seine Hauptfassade nach Süden gerichtet hat, dann können Sie sich in Gedanken in die Zeit versetzen, als vor dem großen Eingang noch die Aufschrift Hotel Excelsior stand. 

Von den ehemaligen großen Luxushotels sind leider nur ganz wenige übrig geblieben. Meran war während des zweiten Weltkrieges Lazarettstadt. Der Fremdenverkehr war schon nach dem ersten Weltkrieg, als Südtirol zu Italien kam, über Nacht zusammengebrochen und konnte sich nur zaghaft erholen. 

Geschichte, Flair und Luxus werden gepflegt

1) Das Palace und Schloss Maur

Als Meran von der Kurstadt zur Lazarettstadt umgewidmet wurde, benötigte man natürlich hunderte von Betten und so kam es, dass auch die großen Hotels zu provisorischen Krankenhäusern umfunktioniert wurden.

Luxus verkündende Hotelnamen wie Bristol, Excelsior, Grand Hotel Meraner Hof, Palace und einige mehr, litten nicht nur durch die Umfunktionierung, sie verschwanden aus den Listen der Urlaubsanbieter. 

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges waren diese großen Hotels nicht mehr nutzbar, weil die Innenausstattung weitgehend zerstört war.

Nach dem Dornröschenschlaf zeigt sich der Wandel der Zeit

1) Die Thermen und der Park

Das Grand Hotel Meraner Hof und das Palace verfielen in einen langen Dornröschenschlaf.

Das Bristol und andere Häuser wurden abgerissen und durch Nachkriegsmodelle ersetzt. Sie wurden aber von der betuchten Gesellschaft kaum angenommen und so sind daher schon wieder von der Bildfläche verschwunden. 

Das Excelsior auf dem Sandplatz fand einen neuen Investor und wurde wieder zu einer der ersten Adressen.

Die aufstrebenden Gemeinden rund um Meran zogen jedoch mit ihren neuen, im Landhausstil gebauten Häusern viele Gäste aus der Stadt ab. Dies führte zu einem Gästeschwund und so kam es, daß das Excelsior zu einem Bürohaus umfunktioniert wurde.

Das Palace kam nach erheblichen Investitionen in die Ausstattung zu seinem ursprünglichen Flair und Glanz zurück.

Das Hotel Therme, auf dem Gelände des einstigen Grand Hotel

4) Das einstige Grand Hotel, Aquarell von F.A.C.M. Reisch (Kunstverlag), Meran, Ansichtskarte vom 23.12.1913. (Serien-Nr. 448). Im Vordergrund des Bildes mehrere Kurgäste, der Kurpolizist und ein Hund.
1) Das Hotel Therme auf dem Gelände des einstigen Grand Hotel

Das Grand Hotel Meraner Hof, das einst auf dem Platz der heutigen Therme und dem Hotel Therme stand, wurde Ende des 19. Jahrhundert erbaut und galt als erste Adresse für Politik und Haute Volaute, die sich in der Kurstadt traf.

Nach dem Ersten Weltkrieg konnte das Haus zwar wieder an alte Traditionen anknüpfen, doch die erheblichen politischen Veränderungen, aber auch die Weltwirtschaftskriese wirkten sich auch auf den Tourismus aus.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es erhebliche Anstrengungen zur Förderung des Tourismus und der Wirtschaft. Große medizinische Kongresse sorgten dafür, dass die Hotels nach einer ersten Renovierung wieder im Fokus der Gäste der Stadt standen. Die steigenden Ansprüche an Komfort waren jedoch für die großen Häuser mit erheblichen Investitionen verbunden.

Die Zeitzeichen standen auf moderne Häuser und so rückte für einige Zeit die Pflege der Traditionen und die Erhaltung des Stadtbildes in den Hintergrund. Das Ausbleiben von Investoren, für die eine Erhaltung der großen Häuser eine willkommenen Herausforderung war, besiegelte schließlich auch das Los des Grand Hotel Meraner Hof, der im Jahr 1959 abgerissen wurde.

Den Namen hat das auf der anderen Seite der Piave Straße liegende ursprüngliche Hotel Continental übernommen. Es wurde 1912 neu gebaut und pflegt bis heute den Stil der traditionsreichen Häuser. 

Das neue Hotel Therme entspricht dem Stil der Thermen und zeigt sich in einer Symbiose aus Moderne, Luxus und Gemütlichkeit.