Landschaftsbild

1) Kopfbild Mitte, Meran, Blick ins Etschtal und zur Mendelnase

Übersicht zur Gemeinde

Italienische Region Trentino-Südtirol
Provinz Bozen
Bezirks-gemeinschaft Burggrafenamt
Gemeinde Gargazon
Höhe Zentrum 267 m.ü.M.
Einwohner 1.687 (12/2015)
Sprachgruppe Prozentualer Anteil
Deutsch 78,68%
Italienisch 20,33%
Ladinisch 0,99%

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.gargazon.bz.it

Quellennachweis

_________________________

Landkarte Großansicht

_________________________

Gargazon

2) Wappen Gargazon, Lizenz: Gemeinfrei

Gargazon (italienisch: Gargazzone) ist eine selbstständige Gemeinde an der SS 38 nach Bozen.

Das Wappen von Gargazon zeigt auf rotbraunen Berg, Hinweis für das rötlich schimmernde Gestein der Gegend, den Bozner Quarzporphyr, in Silber den Bergfried Kröllturm. Er wurde wahrscheinlich von Berthold Chrello von Trantson im Jahre 1240 n. Chr. erbaut.

Die drei stilisierten Laubbäume weisen auf den lebenswichtigen Obstbau in der Gemeinde hin.

In der Landwirtschaft werden die verschiedensten Apfelsorten angebaut, die großteils von der örtlichen Obstgenossenschaft vermarktet werden.

Ein Ort für Ausflüge und Wanderungen

Als Ferienort ist Gargazon, das etwas abseits des Touristenrummels liegt, im Frühjahr zur Zeit der Blüte, im Sommer zum Wandern und Radfahren und im Herbst zur Erntezeit sehr beliebt.

Durch die zentrale Lage im Etschtal ist Gargazon Ausgangspunkt für unzählige Ausflüge zu Fuß oder mit dem Fahrrad, sowie für Tagestouren mit Auto oder Motorrad (Dolomitenrundfahrt, Gardasee, Venedig).

Gargazon ist auf dem Schutthügel entstanden, den der Aschlerbach im Laufe vieler Tausende von Jahren in der Talebene gebildet hat.

Der Bach hat eine Schlucht in den Berghang gefressen und das Geröll und Gestein in der Ebene abgelagert.

Heute hat der Aschlerbach mehrere schöne Wasserfälle aufzuweisen, aber bei Unwetter kann er immer noch gefährlich werden. 

Geschichte und Sehenswertes

Im Jahre 1899 begann man in Gargazon mit dem Bau einer neuen Kirche, denn die alte war so klein, dass sie nicht einmal für die Hälfte der damaligen Bevölkerung genügte. Am 13. Mai 1900 wurde der Grundstein gelegt und 1902 war die Kirche bis auf den Oberbau des Turmes vollendet. Das Mosaikbild über dem Hauptportal, Jesus Christi mit geöffneten Händen, wurde im Dezember 1903 eingesetzt. Geweiht wurde die Kirche erst 1928 durch Bischof Celestino Endrici aus Trient (13. Mai). Der Turm wurde 1930 vollendet und die Glocken wurden 1931 geweiht.

Der Bau ist im romanischen Stil ausgeführt. Der Porphyrstein, aus dem die ganze Kirche und auch der Turm gemauert ist, stammt aus einem nahen Steinbruch. Wegen diesem schönen Stein war ein Außenverputz nicht nötig. Die Portale und Gesimse wurden aus Sandstein und teils in gelbgrauen Trientner Marmor ausgeführt. 

Der Kröllturm scheint wohl immer vereinzelt dagestanden zu haben und nicht als Rest einer älteren Burg, denn es wurden keine Mauerreste in unmittelbarer Umgebung gefunden. Für ein Burggebäude wäre auch schwerlich Platz vorhanden gewesen. Der Kröllturm diente wohl als Wacht- und Signalturm. Er überwachte die Grenze sowie die einzige Straße, die durch das Etschtal führte. Durch Kreidefeuer, weitum sichtbar, warnte er die Einwohner vor dem Anmarsch der Feinde. Ein Weißbauer hat im September 1905 im Inneren des Turmes gegraben und dabei 7 römische Münzen gefunden. Die Herkunft aus der Römerzeit wird aber bezweifelt.