Stadtbild 1

2) Kopfbild Mitte: Blick auf die Stadt Bozen vom Schloss Sigmundskron, 
Foto: Josef Tinkhauser
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Impressionen

1) Dom Maria Himmelfahrt
1) Die Mustergassse
1) Das Batznhäusl
1) Die Sparkassenstrasse

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Quellennachweis

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Stadtansichten mit Geschichte

Der Waltherplatz, "die gute Stube Bozens"

1) Der Waltherplatz

Die Entstehung dieses Platzes, der auch "die gute Stube Bozens" genannt wird, geht zurück auf das Jahr 1808.

Zu dieser Zeit ließ König Maximilian Joseph I. von Bayern diesen Platz bauen, der zunächst auch seinen Namen trug.

Später wurde er nach dem Erzherzog Johann von Österreich "Johannesplatz" genannt. Erst im Jahr 1901 erhielt der Platz den Namen des größten deutschen Dichters des Mittelalters.

Es war Walther von der Vogelweide (1170-1230), dem der Platz gewidmet wurde. Das Denkmal wurde vom Vinschgauer Bildhauer Heinrich Natter 1889 in weißem Laaser Marmor errichtet.

Nach dem ersten Weltkrieg, als Südtirol zu Italien gekommen war, wurde der Name des Platzes erneut geändert. Er erhielt dann den Namen des italienischen Königs Viktor Emanuel III und das Denkmal von Walther von der Vogelweide wurde in den Roseggerpark versetzt. Erst 1985 kam es wieder zurück und der Waltherplatz erhielt sein ursprüngliches Bild wieder.

Der Dom Maria Himmelfahrt

1) Dom Maria Himmelfahrt

Der Dom Maria Himmelfahrt zeigt mit seinen verschiedenen Baustilen auf eine lange Entwicklung hin. Bereits um das Jahr 500 gab es eine frühchristliche Basilika. Während der Karolingerzeit kam es zu einer Umgestaltung. Im späten 13. Jahrhundert entstand das frühgotische Langhaus und im Jahr 1420 wurde der Chor vollendet. 

Außen dominiert der 65 Meter hohe Kirchturm, dessen Turmhelm aus Sandstein gefertigt ist. Hans Lutz von Schussenried (1501-1519) hat ihn nach einem Entwurf von Burkhard Engelberg aus Augsburg errichtet. 

Das romanische Portal mit Vorhalle, die Fensterrose, das Fresko der ?Plappermutter", vermutlich von Friedrich Pacher 1475 erstellt und die vom Bildhauer Defner aus Innsbruck geschaffene Bronzetür sind sehenswerte Elemente an der Außenseite. Sehenswert sind auch das Fresko Veroneser Schule und das berühmte Weintor. Bemerkenswert sind im Innenraum die spätgotische Kanzel aus dem Jahre 1514 und der monumentale barocke Hochaltar (1710-1720) sowie, das gotische Kruzifix aus dem Jahre 1420. 

Die Gnadenkapelle (Barockstil) mit den Fresken von Carl Henrici, entstand erst im Jahre 1745. Ein Blick in die Krypta hinter dem Hauptaltar zeigt das Grab von Erzherzog Rainer von Österreich. Er starb 1853 in Bozen.

Das Batznhäusl, der Künstlertreffpunkt von Bozen

Die berühmte Gastwirtschaft Batznhäusl ist in einem alten Gebäude an der Ecke zwischen der Batzenhäuslgasse und der Andreas Hofer- Straße zu finden.

Früher trafen sich hier die Künstler, um über das aktuelle Geschehen und über die Kunst zu plaudern. Wer nach Bozen kam, ging ins Batznhäusl und konnte sicher sein, einige Bekannte zu treffen.

Daran änderte sich bis heute nichts. Die Einrichtung ist immer noch urig, das Essen gut und das Publikum bunt gemischt.

Neobarock und Rokoko am Rathausplatz

1) Der Rathausplatz

Am Ende der Lauben oder von der Rindergasse aus, öffnet sich der Rathausplatz.

Der Platz ist umsäumt von alten, gut erhaltenen Gebäuden mit schönen Fassaden im Rokokostil.

Das Rathaus selbst wurde 1907 im neobarocken Stil erbaut.