Stadtbild 2

1) Kopfbild Mitte: Waltherplatz in Bozen, beliebter Treffpunkt

Impressionen

1) Einkaufen in der Goethestrasse
1) Bummeln unter den Lauben
1) Essen in der Mustergasse
10) Essen und Bummeln in der Streitergasse mit den alten Fischbänken, die zu den ältesten Zeugnissen der Geschichte von Bozen gehören. Foto: Hans-Peter Krause

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Quellennachweis

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Ausgehen, Bummeln und Einkaufen

10) Das Torgglhaus am Obstmarkt, Foto: Hans-Peter Krause

Bozen ist ein Erlebnis, wenn es ums Bummeln und Einkaufen geht. Der Einfluss der italienischen Lebensweise ist hautnah zu erleben. 

Man kauft gerne ein, unterhält sich in den Geschäften oder am Marktstand über die neuesten Ereignisse und trinkt auch gerne einen Café einen Aperitiv oder ein Glas Wein. 

Nach der Arbeit oder während der Mittagspause, die von 12:00 bis 15:00 gehen kann, trifft man sich in der Bar, dem Restaurant oder an anderen schönen Plätzen.

Südtiroler Tradition und italienischer Lebensstil

1) Der Obstmarkt

Ausgehen (ital. uscire oder andare fuori) bedeutet in Italien, dass man sich umzieht. Das ist italienischer Lebensstil, den auch die Südtiroler gerne pflegen, wenngleich diese Tradition etwas in Vergessenheit geraten ist. 

Dennoch ist zu bemerken, dass sich die Jugend in letzter Zeit wieder auf diese Kultur besinnt, ist es doch ein Ausdruck dafür, dass es den Menschen gut geht. 

1) Der Bauernmarkt am Waltherplatz

Dabei bedeutet das Ausgehen nicht unbedingt, dass man Großes vorhat. Vielmehr ist es eine Art Entspannung und Gelegenheit sich mit Freunden zu treffen, zum Flanieren, Essen, auf ein Eis und ähnliches. 

Die vielen Geschäfte, Restaurants, Bars und Cafes laden dazu ein. Insbesondere sind es auch die Galerien und Lauben, die bei Kälte, Regen oder Hitze einen guten Schutz bieten. Hier gibt es genügend Möglichkeiten zum 'Einkehren' wie die Südtiroler sagen.

Ein Treffpunkt für alle ist der Bauernmarkt, der jedes Jahr im Oktober stattfindet. Mehr und mehr wird hier gezeigt, dass man den Bioprodukten in allen Varianten große Bedeutung beimisst.     

10) Bauernmarkt am Waltherplatz, Foto: Hans-Peter Krause
10) Bauernmarkt am Waltherplatz, Foto: Hans-Peter Krause

Kleiner Bummel durch die Altstadt

Der kleine Rundgang führt von der Nordseite des Waltherplatzes zunächst über den Passaggio Walther in Richtung Osten. Dann geht es nach links in die Via Grappoli mit ihren alten Häusern bis zum Rathausplatz. 

Von hier aus beginnen auf der linken Seite die Lauben mit ihren schönen Fassaden und Erkern, sei jeher das Herzstück des Bozner Handels. Sehenswert sind hier die antiken Apotheken "Madonna" und "Schwarzer Adler". 

Auf der linken Seite gibt es einen schmalen Durchgang zum Kornplatz, auf dem früher der Korn- und Getreidemarkt abgehalten wurde. Es ist der älteste Teil der bischöflichen Stadt. 

Von hier aus zweigt die Silbergasse ab, die mit ihren charakteristischen Häusern und den sich überschneidenden Dächern und Treppen sehr malerisch ist. Hier ist auch das Merkantilgebäude (1708 - 1727) mit den monumentalen Außentreppen zu sehen, das an die glanzvolle Zeit des alten Merkantilmagistrates erinnert. 

Am Ende der Lauben liegt die Piazza delle Erbe (Obstplatz) mit dem ständigen Markt, auf dem von Blumen über Obst bis zu Pilzen, Käse und Wurst alles feilgeboten wird. 

Der kleine Rundgang führt vom Obstplatz in Richtung Süden durch die Goethestrasse bis zur Mustergasse, die zum Waltherplatz zurückführt. Sie ist als die "reichste" Straße der Altstadt anzusehen, denn hier haben die wohlhabenden Vertreter des städtischen Bürgertums im Laufe der Renaissance großartige Paläste errichten lassen. Ein Blick in die Sernesigalerie mit ihren exklusiven Geschäften lohnt sich.