Stadtbild 1

2) Kopfbild Mitte: Blick auf die Stadt Bozen vom Schloss Sigmundskron, 
Foto: Josef Tinkhauser
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Offizielle Website / Quellen

www.gemeinde.bozen.it

Quellennachweis

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Landkarte Großansicht

Landkarte Gries

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Impressionen

2) Bozen und der Eisack, Foto: Skafa. Lizenz: CC BY-SA 2.5 US
2) Gries Stiftskirche und historischer Friedhof, Foto: Gehadad. Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Grabeskirche St. Virgil, Foto: Mauro Mazzio. Lizenz: CC BY-SA 3.0
2) Gries Weinkeller, Foto: Bene 16. Lizenz: CC BY-SA 2.5 US

Bozen, die Hauptstadt und Weinstadt

Bozen ist nicht nur die Hauptstadt von Südtirol, sondern auch eine Stadt in deren Umgebung man mehr Kultur findet, als das, was man als Gast von Bozen normalerweise vermutet.

Die Verbindung Wein und Weinstrasse ist bekannt. Daß aber rund um Bozen ebenfalls eines der größten Weinanbaugebiete von Südtirol liegt, wird vielfach nicht auf den ersten Blick wahrgenommen.

Die Weine werden besonders in St. Magdalena, Guntschna und Gries produziert. Es sind dies Weinorte, die eine lange Tradition haben und einen Besuch wert sind.

Die Weingebiete als Ausflugsziel

2) Weingebiet St. Magdalena, Foto: Christian Rottensteiner. Lizenz: CC BY-SA 3.0

St. Magdalena, früher auch Prazöll genannt, ist ein typisches Weindorf bei Bozen, das vor allem für den St. Magdalener, einem Wein aus der Vernatschtraube bekannt ist.

St. Magdalena auf Prazöll liegt auf einem Moränen- und Lößhügel östlich von Bozen. Anhand von Aushüben ist in Bodenprofilen die dynamische Vergangenheit der Hügelzone feststellbar.

Neben Weinbau wird Tourismus in Form von Urlaub am Bauernhof betrieben. Außer den Bauernhöfen mit Weingütern gibt es nur wenige Wohnhäuser.

Weitum bekannt ist der Magdalener Kirchtag am 22. Juli: Die Weinhöfe des Dorfs präsentieren den St. Magdalener des letzten Jahrgangs, die Musikkapelle Zwölfmalgreien und deren Gastronomiestände runden den festlichen Abend ab. Anschließend öffnen einige Weinhöfe ihre Keller und gewähren Zutritt zu generationenlanger Tradition. Dieser Kirchtag ist einer der wenigen, an denen kein Bier aufgeschenkt wird, was ihm einen besonderen Reiz verleiht.

Die Oswaldpromenade mit Ausblick auf die Weinberge

2) St. Peter und die Oswaldpromenade, Foto: Stefan Plattner. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Zwölfmalgreien, italienisch Dodiciville (heute) bzw. Le Malgreien (historisch), ist eine ehemals selbständige Gemeinde, die sich 1911 freiwillig in die Stadtgemeinde Bozen eingliedern ließ.

Heute ist Zwölfmalgreien eine Katastralgemeinde von Bozen, die Teile des Stadtviertels Zentrum-Bozner Boden-Rentsch und das Stadtviertel Oberau-Haslach einschließt.

Die Grenze der Katastralgemeinde entspricht dem Umfang der Landgemeinde von 1911. Diese bestand aus 12 Weilern, den sogenannten Malgreien, die allesamt landwirtschaftlich geprägt waren und teilweise bis heute Zentren der Bozner Weinwirtschaft darstellen.

Gries, seine Stiftskirche und die Weingärten

2) Gries mit Stiftskirche und Weinbergen, Foto: Gehadad. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Gries ist zwar jünger als Bozen, das auf römische Zeit zurückgeht, hat aber dennoch eine erstaunliche Entwicklung und auch Blütezeit erlebt.

Rund um eine im Hochmittelalter von einem später ausgestorbenen Adelsgeschlecht erbaute Burg entwickelte sich eine kleine Siedlung. Als der neue Herr Meinhard II. 'sein' Gries gegen das bischöfliche Bozen mit Privilegien ausstattete, gewann Gries gegenüber Bozen an Bedeutung.

Ein eigenes Marktrecht (St.-Andreas-Markt) begründete eine starke wirtschaftliche Stellung. Entscheidende Aufwertung erfuhr Gries auch, als der Habsburger Friedrich IV. im frühen 15. Jahrhundert das von der bayerischen Gräfin Mathilde von Valley, Gattin Arnolds III. von Morit-Greifenstein, in den 1160er Jahren gegründete Augustinerchorherrenstift Maria in der Au (am Eisack bei Bozen) in die ehemalige Burg Gries verlegte.

Gries, der Kurort und die Kellerei Bozen

2) Die Weinkellerei Bozen in Gries, Foto: Bene 16. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im 19. Jahrhundert blühte Gries als Kurort auf, an diese Zeit erinnern unter anderem die Erzherzog-Heinrich- oder Guntschna-Promenade, die nach dem Habsburger Heinrich von Österreich (1828?1891) benannt wurde, der viel zum Aufschwung von Gries beigetragen hatte.

Diese Blütezeit spiegelt sich in den Hotel- und Villenbauten der Zeit (z. B. Sonnenhof, Germania, Austria, Bauer-Grünwald, Marienheim), den zahlreichen Zuzügen aus der Monarchie und dem Deutschen Reich sowie, als besonders anschaulichem Zeitdokument, dem von der Wiener Sascha-Film 1912 gedrehten Stummfilm Bozen mit dem Luftkurorte Gries.

Die Kellerei Bozen hat ihren Sitz in Gries und ist ein Zusammenschluss der ehemaligen selbständigen Kellereien von Gries und St. Magdalena. Die rund 200 Weinbauern der Kellerei Bozen bewirtschaften ein 310 Hektar großes Weinbaugebiet in Lagen zwischen 200 und 700 Metern Meereshöhe in und um Gries, St. Magdalena, St.Justina und Leitach. Die Rotweine Lagrein und St. Magdalener sind die Leitsorten der Kellerei Bozen.