Landschaften

2) Kopfbild Mitte, von l.n.r.: 
Innsbruck, Foto: Pahu
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Bozen, Foto: Josef Tinkhauser
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Trient, Foto: Mac9
Lizenz: GNU Lizenz 

Neue Entwicklung

1946 Sella Joch
Demonstration gegen die Dreiteilung des Sprachgebietes.

1948 Paritätische Schulen
Per Dekret werden in den ladinischen Tälern Deutsch und Ladinisch eingeführt.

1950 Gründung Dachorganisation
Die Uniun Generela die Ladins dla Dolomites wird gegründet.

1964 Rom gewährt eigenen Wahlkreis
Der von Rom gewährte Wahlkreis wird von Bozen abgelehnt.

1972 Zweites Autonomiestatut
Schutzbestimmungen und Regeln gegen die Diskriminierung werden definiert.

1977 Talgeminschaft Fassatal
Territoriale Anerkennung bisher nur durch das Trentino.

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Quellennachweis

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Der Wunsch zur Einheit

1946 demonstriert am Sella Joch eine Gruppe von etwa 3000 Ladiner gegen die Dreiteilung des Sprachraumes (Friaul, Südtirol, Trentino) und fordern mehr Rechte für die Minderheit, die jedoch mit wenigen Ausnahmen bis heute nicht gewährt wurden. Daher wurde 1996 am gleichen Platz mit einer Großveranstaltung daran erinnert.

1950 entsteht auf der Basis der schon bestehenden Vereine Uniuns di Ladins die Dachorganisation Uniun Generale di Ladins dla Dolomites. Aber erst im Zusammenhang mit der Definition der Statuten der autonomen Provinzen Bozen und Trient wird den Ladinern mehr Eigenständigkeit zugestanden. Das Verfassungsgericht muss 1970 einen Versuch stoppen, die deutsche Sprache als Pflichtsprache an Schulen einzuführen.

Ab 1975 werden Kulturinstitute wie Majon di Fascegn, ein Ladinisches Schulamt in Bozen und eine Ladinervereinigung gegründet. 1983 wird der Name Uniun Autonomista Ladina angenommen und der erste Abgeordnete des Fassatal zieht im Landtag von Trient ein. 1989 wird in den ladinischen Gemeinden Ladinisch die Verwaltungssprache und 1992 wird Ezio Anesi als erster Ladiner ins römische Parlament gewählt. Im Jahr 2000 erhalten die Ladiner in Trient einen eigenen Wahlbezirk.

Von allen namhaften Sprachwissenschaftlern wird die Schriftsprache als unerlässliche Bedingung für das Überleben der Minderheit angesehen.

Ein lange gehegter Wunsch der ladinischen Bevölkerung ist die Zusammenlegung aller ladinischen Gebiete und Angliederung an Südtirol. Dazu hat sich bei einer Volksbefragung im Jahr 2007 eine große Mehrheit ausgesprochen.Politisch scheint sich dazu eine Bewegung für die Gebiete Livinallongo und Colle Santa Lucia zu ergeben.